Volleyball: Matthias Mellitzer: „Freu’ mich auf Moers“

Volleyball: Matthias Mellitzer: „Freu’ mich auf Moers“

Auf diesen Mann dürfen sich die Moerser Volleyball-Fans freuen: Matthias Mellitzer ist ein höflicher junger Typ Mann aus Österreich, der in den letzten Jahren bei Hypo Tirol Innsbruck in der österreichischen Nationalliga auf der Diagonalposition spielte.

Damit ist Mellitzer Nachfolger des vom Moerser SC zum VfB Friedrichshafen abgewanderten Georg Grozer junior. Im Spiel auf seiner Position erkennt man den freundlichen jungen Mann kaum wieder: schnell, dynamisch, aggressiv agiert er am Netz und aus dem Hinterfeld.

Mellitzer verfügt neben einem überdurchschnittlichen Angriff auch über einen bemerkenswerten Sprungaufschlag. Mit Hypo Tyrol gewann der neue "Neuner" der "Adler" gegen die allmächtigen "hot volleys" aus Wien immerhin zwei Meisterschaften und schon viermal den österreichischen Pokal.

In die Nationalmannschaft wurde er 68 mal berufen und hat sich dort einen Stammplatzerkämpft. Am letzten Wochenende sorgte er mit dafür, dass die deutsche Mannschaft in der European League ihre erste Niederlage kassierte — und das österreichisch Team erstmals gegen eine deutsche Auswahl gewann.

Ein erster Schritt ins Ausland

  • Lokalsport : Moerser Fechter in Österreich erfolgreich

Das Engagement beim Moerser SC ist sein erster Schritt ins Ausland. Über die deutsche Bundesliga weiß er nicht viel. Friedrichshafen kennt er, da sein bisheriger Verein zuweilen Trainingsspiele gegen die "Häfler" durchführte. Sicher sei die Bundesliga deutlich stärker als die Liga in Österreich, meint Mellitzer. Was erhofft er sich von der Saison, die vor ihm liegt? "Wie sind denn die Ziele des Klubs?" fragt der Österreicher vorsichtig. "Komm ich in eine starke Mannschaft?"

Die nun glücklicherweise ausgestandenen Hallenprobleme des MSC hatten sich bis zu ihm durchgesprochen. So hatte er befürchtet, dass einige Spieler noch einen Rückzieher machen würden. Das Ziel, unter die ersten Vier zu kommen, hält er für realistisch. "Wann´s gut läuft," so Mellitzer, "an mir soll´s nicht liegen."

Ob Mellitzer pünktlich zum Trainingsauftakt in Moers sein wird, steht noch nicht fest. Zunächst ist er im Programm der österreichischen Nationalmannschaft, welche die European League weiterspielt, eingespannt. Danach geht in der Alpenrepublik das "Sommerprogramm" der Nationalmannschaft weiter: der österreichische Verband hat den Zuschlag des europäischen Verbandes CEV für die EM 2011 bekommen und ein anspruchvolles Perspektivprogramm für die Nationalmannschaft gestartet. Da ist Mellitzer voll dabei.

Spätestens zum MSC-Trainingslager in Knokke will der "Mann aus den Bergen" aber am Start sein. "Mir san in der Vorbreitung die Berge rauf und runter - mit die Dünen, da bin i echt gespannt," so Mellitzer freundlich. "Ich freu mich auf Moers, soll ja auch eine schöne Stadt sein."

(RP)
Mehr von RP ONLINE