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Lokalsport: Marc Leske enttäuscht mit deutschen Achter

Lokalsport : Marc Leske enttäuscht mit deutschen Achter

Da saß die Enttäuschung tief: Marc Leske, Moerser Top-Ruderer, je zweifacher U23-Bronzemedaillengewinner und U19-Weltmeister, der für den Crefelder Ruder Club (CRC) startet, ging mit seinem Vereinskollegen Jakob Gebel bei der U23-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv im deutschen Achter baden. Was sich im Vorlauf abzeichnete, als der ukrainischen Achter bei 1400 Meter das deutsche Boot überraschte, setzte sich schließlich im Hoffnungslauf fort. Hinter Rumänien zog Leske mit seinen Mitstreitern als Zweiter zwar ins Finale ein. Doch nach 1000 Metern konnte der Achter nicht mehr mithalten, hatte nach den 2000 Metern acht Sekunden Rückstand auf den alten und neuen U23-Weltmeister aus den Niederlanden. Rumänien, die sich ebenfalls über den Hoffnungslauf ins Finale gerettet hatten, wurden Zweiter vor England, den USA und den abgeschlagenen Deutschen. Sechster wurde die Ukraine.

"Ich bin schon frustriert, wir haben es einfach nicht geschafft, den Achter über die Saison und das Trainingslager richtig in Schwung zu bringen. Wir hatten gute Ansätze im Training in Ratzeburg, aber auf den Wettkampf konnten wir es nicht übertragen", sagte Marc Leske anschließend.

Wie Bundes- und Vereinstrainerin beim CRC, Sabine Tschäge mitteilt, hatte Leske "ähnlich wie Gebel, viel in seinem Maschinenbau Studium für die WM verschoben und zwischen den Einheiten für Klausuren gelernt und mit einem besseren Ausgang geliebäugelt hatte, zumal der Achter mit international erfahrenen Ruderern gut besetzt war."

Tschäge ist nun sicher, dass der Deutsche Ruder Verband (DRV) in den nächsten Wochen eine Auswertung vornehmen wird.

(zak)