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Handball: Maike widerfährt Unrecht

Handball : Maike widerfährt Unrecht

Zumindest kämpferisch eine Gala-Vorstellung boten die Handballfrauen des TuS Lintfort in der Zweiten Bundesliga gegen die SG Handball Rosengarten. Bei der 18:22-Niederlage verlangten sie dem Tabellenzweiten viel ab.

Kampfgeist wie Löwinnen, unbedingter Siegeswille und noch mehr Herzblut – all das waren gestern Eigenschaften, die die Handballfrauen des TuS Lintfort auszeichneten. In der Zweiten Bundesliga lieferten sie dem Tabellenzweiten SG Handball Rosengarten einen offenen Schlagabtausch bis zur letzten Sekunde und mussten sich nur unerwartet knapp mit 18:22 (7:9) geschlagen geben.

Gleich ein Paukenschlag

Kaum hatte die Partie begonnen, da war bereits der erste Paukenschlag zu verzeichnen. Die Gastgeberinnen bekamen einen Siebenmeter-Strafwurf zugesprochen, und Maike Kern kam von der Ersatzbank, um zum Vollzug anzutreten. Ihr hart geworfener Ball landete unglücklich am Kopf von Gäste-Torhüterin Ariela Albers, die sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Auf dem Weg zurück zur Auswechselbank traf Maike Kern und die Lintforter Fans ein Blitz wie aus heiterem Himmel: Das Schiedsrichtergespann Tobias Marx/Falko Pühler unterstellte ihr, dass sie absichtlich auf den Kopf der Torhüterin gezielt habe, und zückten die Rote Karte, womit für die Lintforterin die Partie bereits vorzeitig beendet war. Offensichtlich war den Unparteiischen entgangen, dass sich Ariela Albers zuvor bewegt hatte; nur so ist die Fehlentscheidung zu verstehen. Drei Minuten später folgte die nächste Schrecksekunde. Beim Versuch, den zuvor parierten Ball möglichst schnell wieder ins Spiel zu bringen, strauchelte die Lintforter Torhüterin Nicole Hillig, blieb am Tornetz hängen und knickte im Fußgelenk um. Nach kurzer Behandlungspause ging es für sie jedoch weiter.

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Spielerisch war die Begegnung zwar kein Leckerbissen, doch die Klosterstädterinnen schafften es endlich mal, über die gesamte Spielzeit Paroli zu bieten. Fehler wurden durch läuferischen Einsatz wieder wett gemacht, und selbst Rückschläge warfen den TuS nicht gleich aus der Bahn. Neben der glänzenden Nicole Hillig war Vanessa Idelberger ein steter Unruheherd und häufig nur durch rüde Aktionen zu bremsen.

Die Torschützinnen des TuS Lintfort: Hohmann (4), V. Idelberger (3), Ley (3/2), Mook, Herbst, Voß (je 2), Heil (1/1) und F. Idelberger.

(RP)