Tennis: Lottner überrascht die Tenniswelt

Tennis: Lottner überrascht die Tenniswelt

Die Enttäuschung bei Antonia Lottner mag gestern riesig gewesen sein, nachdem sie im Halbfinale des Junioren-Turniers der French Open in Paris gegen die Slovakin Anna Schmiedlova mit 5:7, 1:6 ausgeschieden war. Doch in den nächsten Tagen dürfte die Freude über das Erreichte die Oberhand gewinnen, schließlich hatte niemand im Entferntesten gedacht, dass die 15-Jährige aus dem Lager des Tennis-Bundesligisten TC Moers 08 beim zweiten Grand Slam des Jahres so weit kommen würde.

"Sie steht seit zehn Tagen täglich auf dem Platz", sagt TCM-Manager Stefan Hofmann mit Blick auf die Tatsache, dass Lottner zuvor bei einem Junioren-Turnier in Mailand schon den zweiten Platz belegt hatte. "Was sie in einem Umfeld geleistet hat, indem ihre Konkurrentinnen bis zu zweieinhalb Jahren älter sind, ist sensationell. Jetzt beginnt sich die ganze Tenniswelt für sie zu interessieren", weiß Hofmann. Zunächst sah es für Lottner auch gegen die Slovakin richtig gut aus.

Im ersten Durchgang hatte sie sogar drei Satzbälle, unterlag aber noch mit 5:7. Anschließend war der Akku leer, Satz zwei ging deutlich mit 6:1 an Schmiedlova. Tags zuvor hatte sich die Moerserin im Viertelfinale gegen die Französin Clothilde de Bernardi nervenstark gezeigt. Sie ließ sich gegen die Lokalmatadorin nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich 6:2, 7:5 durch. "Das war eine unheimlich anstrengende Zeit für Antonia, nicht nur körperlich, sondern gerade mental.

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Deswegen wird sie sicher eine gewisse Leere verspüren", erklärt Hofmann. Wenn die Freude über den überraschenden Halbfinaleinzug dann aber überwiegt, kommt bestimmt der Motivationsschub für die nächsten Grand Slams. Lottner hat auch für Wimbledon und die US-Open gemeldet. David Beineke

(RP)
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