Lokalsport: Landesligisten im Wintercheck

Lokalsport : Landesligisten im Wintercheck

Einmal hui, dreimal pfui: Scherpenberg schielt in Richtung Oberliga - Sonsbeck, Repelen und Schwafheim zittern.

In diesen Tagen macht der Fußball einmal Pause. Selbst Hallenturniere finden derzeit in unserem Verbreitungsgebiet nicht statt, erst mit dem ersten Januar-Wochenende geht es mit dem Budenzauber los. Nachdem wir gestern über den Auf- und Abstieg in der Regional- und Oberliga berichteten, widmen wir uns nun der Landesliga zu. Auch dort sorgten die witterungsbedingten Ausfälle an den drei Dezember-Wochenenden dafür, das fast alle Klubs im Jahr 2018 schon früher wieder auf die Jagd nach Punkten gehen werden. Für die Landesliga sollte es am 18. Februar weitergehen. Doch nun müssen sie schon zwei Wochen früher ran.

VfL-Coach Sascha Weyen. Foto: Ulla Michels

Mit dem SV Sonsbeck, VfL Repelen, SV Schwafheim und dem aus der Bezirksliga aufgestiegenen starken SV Scherpenberg, ist der Fußballkreis Moers in der Landesliga in dieser Spielzeit sogar nun mit vier Teams vertreten. Während jedoch die Scherpenberger um den Aufstieg in die Oberliga mitspielen, kämpfen die anderen drei Teams derzeit noch gegen den Abstieg.

Thomas von Kuczkowski. Foto: Stephan Eickershoff

Die Scherpenberger aus dem "Wäldchen" haben zwar die letzte Partie des Jahres mit 0:3 in Burgaltendorf verloren, doch liegen sie auf Platz drei in Lauerstellung. Sie haben 35 Punkte auf dem Konto und ein Spiel gegenüber dem 1. FC Kleve (42 Punkte) und dem FSV Duisburg (41) weniger ausgetragen. Doch abzuwarten bleibt, wie sich der überraschende Rücktritt von Trainer Kay Bartkowiak auswirkt (wir berichteten). Das Ruder haben nun Sezgan Demirci und Ercan Sendag in der Hand.

Nach dem jetzigen Stand würde aus der Regionalliga kein Niederrheinklub absteigen. Sollte der Niederrhein-Oberliga-Meister zudem die Lizenz für die kommende Spielzeit in der Regionalliga erhalten, würden jeweils die beiden Gruppenersten der Landesligen direkt in die Oberliga aufsteigen. Und nach derzeitigem Stand würden die Tabellendritten beider Gruppen noch einen fünften Aufsteiger in Hin- und Rückspielen ermitteln, die am 6. und 9. Juni stattfinden. Und daher sind die Chancen der Scherpenberger nach wie vor riesengroß, den Durchmarsch von der Bezirks- in die Landesliga in nur einem Jahr perfekt zu machen. Der SVS startete hervorragend in die Saison und verlor nur zweimal. Nach der allerdings, deftigen 1:6-Niederlage beim FC Kray, der einzige wirkliche Ausrutscher, nahm das Team von Ex-Trainer Kay Bartkowiak danach so richtig Fahrt auf und blieb in 13 Spielen ohne Niederlage. Dabei verließen die Scherpenberger den Platz insgesamt achtmal als Sieger. Zudem sorgte das Team im Niederrheinpokal für Furore, schaltete mit der SSVg. Velbert (1:0 nach Verlängerung) und dem VfB Homberg (8:7 nach Elfmeterschießen) zwei Oberligisten aus. Im Viertelfinale schieden sie unglücklich mit 6:7 nach Elfmeterschießen beim FSV Duisburg aus.

Mit großen Erwartungen war der SV Sonsbeck in die Saison gestartet, wollte an der Spitze mitspielen. Doch das gelang dem Team des neu verpflichteten Trainers Günter Abel nicht. Nachdem sie sich in Sonsbeck von Abel im Oktober trennten und mit Thomas von Kuczkowski ein neuer Trainer verpflichtet wurde, ging es bei den ansonsten ruhig arbeitenden Sonsbeckern rund. Nur einen Tag nach der Verpflichtung von von Kuczkowski traten mit dem sportlichen Leiter Gudio Lohmann, Walburga Giesen und Gregor Peters der gesamte Fußball-Abteilungsvorstand wegen harter Kritik aus dem Sonsbecker Umfeld zurück. So stehen nach 18 Spielen nur der enttäuschende 13. Platz und 18 Punkte zu Buche, die noch keineswegs den Klassenerhalt garantieren. Der VfL Repelen spielt eher eine durchwachsene Saison. Licht folgte immer wieder Schatten in den Vorstellungen des Teams von der Stormstraße. So belegt das Team von Trainer Sascha Weyen auch mit 15 Punkten nur Rang 15, der am Ende für den Klassenerhalt aber reichen könnte. Der Start ging mit drei verlorenen Spielen schon daneben. Erst mit dem 2:0 gegen den SV Schwafheim und dem 1:0 bei Hamborn 07 gelang eine kleine Wende. Doch dann gab es meist nur noch Niederlagen. Von elf Spielen wurden acht verloren. Da war es wichtig, dass die letzte Partie vor der Winterpause mit 1:0 gegen Buchholz gewonnen wurde.

Wie für den VfL Repelen wird es auch für den SV Schwafheim wohl bis zum Saisonende beim Abstiegskampf bleiben. Die Süd-Moerser belegen Rang 16 und damit einen Abstiegsplatz, haben auch erst 15 Punkte eingesammelt. Das Team von Trainer Ralf Gemmer zeigte dabei Licht, aber meist Schatten. Die Form war nicht konstant, so folgten guten Spielen immer wieder schwächere Auftritte. Doch die Schwafheimer mussten einen kompletten Umbruch verkraften, viele Spieler verließen vor der Saison den Klub und so galt es, ein neues Team aufzubauen. Die letzten beiden Partien des Jahres gingen mit 1:3 in Wesel-Lackhausen und mit 0:2 gegen Arminia Klosterhardt verloren, so dass das Team vor der Winterpause noch auf einen Abstiegsplatz abrutschte.

Nach derzeitigem Stand steigen insgesamt sieben Teams aus den beiden Landesligen ab. Damit ist klar, dass die drei Letzten einer jeden Gruppe direkt in die Bezirksliga absteigen werden. Und das wären derzeit in der Gruppe zwei Viktoria Buchholz (9), SV Hönnepel-Niedermörmter (11) und eben der SV Schwafheim (15).

Derzeit würde der auf Platz 15 liegende VfL Repelen (ebenfalls 15 Punkte) mit dem Viertletzten der Landesliga, Gruppe eins (derzeit der TSV Meerbusch II mit 18 Zählern) sowie den sechs Gruppenzweiten der Bezirksligen vier weitere Plätze in der Landesliga ausspielen.

In vier Hin- und Rückspielen am 6. und 9. Juni werden schließlich die vier freien Plätze für die Landesliga vergeben. Das hat der Verbandsfußballschuss gegenüber der Vorsaison vereinfacht. Damals mussten noch mehrere K.o-Runden gespielt werden, um am Ende zwei Plätze auszuspielen.

(RP)
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