Landesliga: SV Scherpenberg unterliegt in Sonsbeck

Fussball : Umstrittener Strafstoß entlässt Scherpenberg mit leeren Händen

Fußball: Landesligist vergibt beim 1:2 als Gast des SV Sonsbeck einen Vorsprung. Trainer Timo Barbein schimpft über den Elfmeterpfiff des Schiedsrichters.

„Derbysieger“, „Derbysieger!“ So feierten sich die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg gegen den SV Scherpenberg.

Scherpenberg startete selbstbewusst und setzte den Tabellenzweiten in der Anfangsviertelstunde enorm unter Druck. Schlussmann Tim Weichelt musste sich im ersten Abschnitt aber nur einmal lang machen, als er einen Freistoß von Nico Frömmgen über die Latte lenkte (34.). Aber auch auf der anderen Seite waren Chancen Mangelware. Lediglich Felix Terlinden (17.) und Stephan Schneider (25.) kamen dem Gehäuse von Keeper Tobias Prigge nahe.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser aus der Kabine. Aber die Führung hatten die Rot-Weißen auf dem Fuß. In der 57. Minute tankte sich Sebastian Leurs über die linke Seite durch und bediente Lewis Brempong, der aus acht Metern aufs Tor schoss. Sein Versuch wurde im letzten Moment von Daniel Vogel gerettet. „Das war ein klares Handspiel“, bemerkte von Kuczkowski. Im Gegenzug markierte Scherpenberg das 1:0. El Houcine Bougjdi schickte Maximilian Stellmach auf die Reise. Der Stürmer lupfte den Ball ins Netz.

„Kucze“ brachte mit Niklas Maas und Max Fuchs zwei Offensivspieler. Fuchs war keine drei Minuten auf dem Platz, da sorgte er bereits fürs 1:1 (69.). Nach schöner Vorarbeit von Terlinden stand Fuchs am zweiten Pfosten blank. In der 80. Minute nahm sich Robin Schoofs ein Herz und zog von der linken Seite in den Strafraum. Frömmgen kam einen Schritt zu spät und legte ihn. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stephan Schneider zum letztlich entscheidenden 2:1.

Jedoch gab’s völlig unterschiedliche Meinungen zur Szene, die zum Strafstoß führte. „Das war ein klarer Elfmeter“, war sich von Kuczkowski sicher. Timo Barbeln, Scherpenbergs Trainer, war dagegen stinksauer und anderer Meinung: „Das war bestimmt kein Foul. Der Schiedsrichter hat uns die Punkte gekostet. Nach dem Spiel gab er zu, dass es eine Wiedergutmachung für das nicht gepfiffene Handspiel war.“

„Scherpenberg hat uns alles abverlangt. Aber meine Jungs haben an sich geglaubt“, freute sich von Kuczkowski über den nächsten „Dreier“. Und Barbeln meinte: „Man hat keinen großen Unterschied zwischen den Teams gesehen. Leider hat der Schiri das Spiel entschieden.“

SV Sonsbeck: Weichelt; K. Schneider, Efthimiou, Hahn, Schoofs, Pütz, S. Schneider, Brempong (66. Fuchs), Noldes (58. Maas), Leurs, Terlinden (85. Vengels).

SV Scherpenberg: Prigge; Frömmgen, Terzi (72. Katendi), Vogel, Duman, Sengül (77. Bülbül), Franke, Stellmach, Y. Bougjdi (83. Balci), E. Bougjdi, Sogolj.