1. NRW
  2. Städte
  3. Moers
  4. Sport

Tischtennis: Kurt Schopen zeigt's dem Nachwuchs

Tischtennis : Kurt Schopen zeigt's dem Nachwuchs

Der 80-jährige Tischtennis-Funktionär ist selbst noch an den Platten aktiv, verrichtet nebenher ein großes Ehrenamt.

Angst, dass er dem Jugendwahn zum Opfer fallen könnte, hat Kurt Schopen nicht, der im vergangenen Monat seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Er ist Geschäftsführer des GSV Moers und gleichzeitig Leiter der Tischtennis-Abteilung der Grafschafter. "Wer will den Job denn machen", fragt Schopen fast ein wenig resignierens. In zwei Jahren sind die Vereins-Mitglieder gefordert. Dann will Schopen - ebenso wie der Vereins-Vorsitzende Wolfgang Jansen - allein aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Angefangen hat es für Schopen Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Er war Bediensteter der Staatsanwaltschaft Kleve und hatte in der Schwanenstadt seine erste Bekanntschaft mit dem Tischtennis gemacht . "Ich bin sogar Stadtmeister in der B-Klasse in Kleve geworden", sagt der 80-Jährige noch heute voller Stolz. Dann wurde Schopen von der Schwanenstadt in die Grafenstadt versetzt und begann, fortan für den GSV Moers zu spielen. "Dann bin ich auch ganz schnell zum Abteilungs-Vorsitzenden gewählt worden", erinnert sich Schopen, der dieses Amt 1976 annahm und bis zum heutigen Tag fortsetzte. Zahlreiche junge Talente durchliefen ihre ersten Tischtennis-Stationen beim GSV Moers, darunter Michael Blondin und Andreas Konzer. "Sie konnten wir nicht halten, weil das Leistungs-Niveau beim GSV nicht hoch genug war", so Schopen zu den Talenten, die der Verein immer wieder hat ziehen lassen müssen. Bei allen Rückschlägen: Schopen steht auch heute noch selbst an der Platte und trifft auf Gegner, die teilweise seine Enkel sein könnten und die er oftmals mit seinem Können noch aus der Halle fegt. Allerdings: Zufrieden ist Schopen nach der letzten Saison nicht. "Meine Bilanz ist durchwachsen", ordnet der 80-Jährige sein Leistungsvermögen ein.

  • Frank Misch trainiert den Fußball-A-Ligisten TuS
    Fußball-Kreisliga A : TuS Borth enttäuscht über Reaktion von Staffelleiter Peter Hanisch  
  • Wegen Pandemie wird’s auch Anfang 2022
    Hallenfußball in Corona-Zeiten : Stadtmeisterschaft in Moers und Rheinberg abgesagt
  • Lüttingens Torwart Yanink hielt in Rheinhausen
    Fußball-Kreisliga A : SSV Lüttingen lässt Kontakt zum Spitzenreiter abreißen

1999 trat dann der GSV Moers erneut in Schopens Leben. Der Verein suchte einen Geschäftsführer für den Gesamtvorstand und der Beamte im Ruhestand schien ihnen aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit in der Tischtennis-Abteilung der geeignete Mann zu sein.

Schopen wurde gewählt und hat auch dieses Amt heute noch inne. So ganz nebenbei sind mit der Zeit die Bälle bei Schopen etwas größer geworden. Denn neben der kleinen weißen Zelluloidkugel an der Tischtennisplatte beschäftigt sich der 80-Jährige auch mit den größeren Fußball-Spielgeräten. Seit mehreren Jahren stellt er die Stadion-Zeitung des GSV gemeinsam mit dem Vereins-Vorsitzenden zusammen und sorgt dafür, dass sie pünktlich zu jedem Heimspiel der ersten Mannschaft für die Besucher am Kassenhäuschen der Anlage am Solimare parat liegt. Kaum ein Heimspiel der ersten Mannschaft lässt der Senior aus. Noch öfter ist Schopen nur in der Halle bei seinen Tischtennis-Spielern anzutreffen. Dort bin ich sogar fast jeden Tag."

(js)