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Volleyball: Krivec sieht Kern des Problems im Volleyballsport

Volleyball : Krivec sieht Kern des Problems im Volleyballsport

Die Ankündigung, dass es bei den Volleyballern des Moerser SC in der kommenden Saison mit einer stark verjüngten Mannschaft wahrscheinlich doch in der 2. Bundesliga weitergeht, sorgte gestern vielerorts für große Überraschung.

Felix Meininghaus, Redakteur beim Volleyball-Magazin, nahm die Neuigkeit etwa zum Anlass, um ein Editorial zu schreiben, in dem er den MSC-Vorsitzenden Günter Krivec an ein Interview von vor elf Jahren erinnert. Darin sagte Krivec: "Es ist das Fatalste, was passieren kann, wenn der Sport um eine Person aufgebaut ist, und wenn die aufhört, bricht alles zusammen. Ein Vereinsvorsitzender muss dafür sorgen, dass andere Persönlichkeiten einbezogen werden." Meininghaus schreibt weiter, dass das Bundesliga-Aus des MSC natürlich in erster Linie daran liege, dass sich Sponsoren zurückgezogen hätten, aber auch daran, dass Krivec seinem eigenen Anspruch nicht gerecht worden sei und Volleyball in Moers weiter als One-Man-Show betrieben habe. Meininghaus' Fazit: "In einem zeitgemäß geführten Verein ist auch im Umfeld Teamarbeit gefragt." Für Krivec zielt diese wie andere Kritik an seinem Führungsstil aber am Kern vorbei: "Wir haben in den letzten Jahren alles versucht, mit zig Unternehmen gesprochen. Sogar Agenturen wurden mit der Sponsorensuche betraut." Für ihn liegt das Hauptproblem im Volleyballsport begründet, der keine ausreichende Grundlage biete, um Geldgeber anzulocken.

(ben-)