Kreisliga A: Sieg für Veen, Niederlagen für Orsoy und Büderich

Kreis : „Pogba“ lässt die Borussia jubeln

Fußball-Kreisliga A: Luca Ackermann trifft bei Veens 2:0-Sieg in Asberg doppelt. Für den SV Orsoy wird es eng, für den SV Büderich gar dramatisch: Die Grün-Weißen unterlagen 2:4, der SVB rutscht nach seinem 2:3 auf den vorletzten Rang.

Nicht nur gestern, sondern wohl auch in den nächsten Spielen weht dem A-Ligisten SV Orsoy der Wind kräftig entgegen. Mit dem 2:4 (0:3) gegen den Rumelner TV bezogen die Grün-Weißen ihre vierte Niederlage nacheinander. Sie sind somit 2019 ohne jede Erfolgserlebnis. Für die Gastgeber mag es ein schwacher Trost sein, dass sie gegen den Tabellendritten die zweite Halbzeit gewannen.

Stürmisch war es am Gildenkamp und eigentlich hätte Schiedsrichter Yasin Kaya die Partie gar nicht anpfeifen dürfen.Tat er aber und die Gäste begannen mit dem Wind im Rücken. „Wir müssen die erste Halbzeit schadlos überstehen, haben dann Rückenwind und sind am Drücker“, gab SVO-Co-Trainer Mark Kolanczyk die Devise vor dem Anpfiff aus. Doch zur Pause schlichen die Orsoyer mit einem 0:3-Rückstand in die Kabine. Nach Toren von Christophe Wehrend, Kerem Sem und wiederum Wehrend führten die Gäste und sorgten für lange Gesichter im Lager der Gastgeber. Für etwas Aufhellung sorgte ausgerechnet Rumelns Abwehrspieler Marcel Szymczak, der den Ball per Kopf über die eigene Torlinie beförderte.

Doch die spärliche Euphorie im SVO-Lager wurde jäh in der 64. Minute gestoppt. Ein zu ungestümes Eingreifen bestrafte Schiedsrichter Kaya mit einem Strafstoß zugunsten der Gäste. Der wurde von Visar Colakay verwandelt. Der Schlussstrich unter die Partie wurde wiederum vom Elfmeterpunkt gezogen. Orsoys Spielführer Fatih Sanverdi verwandelte, nachdem sein Mitspieler Masen Kurdi im Strafraum des RTV zu Fall gekommen war.

 Insgesamt war der Erfolg der Gäste verdient. Sie nutzten im ersten Durchgang einige Fehler konsequent zu drei Toren. Im zweiten Abschnitt kam Orsoy zwar auf, doch die langen Bälle aus der eigenen Abwehr erreichten nur selten die Mitspielern.

Borussia Veen, der Tabellenzweite der A-Liga, erlaubte sich keinen Ausrutscher. Beim TV Asberg siegten die Schwarz-Gelben mit 2:0 (1:0). Zu danken war es vornehmlich einem Spieler, der seinen festen Platz in der Mannschaft so recht noch nicht gefunden hat. „Ein Riesentalent, der auf vielen Positionen spielen kann“, lobte Veens Trainer Christian Hauk den gestrigen Matchwinner mit dem ausladenden Namen Luca Merlin Eugen Ackermann - von seinen Mitspielern der Schlichtheit halber „Pogba“ gerufen - angesichts seiner Fähigkeit, die Lücken im Borussen-Spiel zu schließen. Diesmal fehlte Mannschaftskapitän Dennis Tegeler aufgrund einer Grippe - Ackermann nahm seine offensive Position ein und war nach 20 Minuten zur Stelle, als Michael Keisers den Ball von der linken Seite vorlegte. Beim 2:0 in der 54. Minute ging’s über die rechte Flanke, wo Julian Meier vorbereitete und Ackermann hernach eigentlich nur noch den Fuß hin zu halten hatte. Vor, zwischen und nach „Pogbas“ Auftritten lagen Chancen auf beiden Seiten, Lattentreffer und insbesondere eine Großtat von Veens Keeper Marcel Grewe, der reaktionsschnell die rechte Hand ausfuhr und Asberg den Spaß nahm.

Von Spaß kann derweil im Lager des SV Büderich wohl kaum die Rede sein. Schon nach zehn Sekunden zappelte der Ball im Netz der Truppe von Trainer Stefan Tebbe, die sich gegen den FC Rumeln-Kaldenhausen doch so viel vorgenommen hatte. Stattdessen gab es auf heimischer Asche eine bittere 2:3 (0:2)-Niederlage, die beide Mannschaften die Plätze tauschen ließ. Der SV Büderich rutschte auf den vorletzten Rang ab und dürfte schweren Zeiten entgegen gehen.

Unter irregulären Verhältnissen, die auch das Kuriosum boten, dass die Bälle bei Abschlägen der Torhüter postwendend in den Strafraum zurück flogen, musste der SVB einem 0:3-Rückstand nach einer Stunde nachrennen. „Es läuft derzeit alles gegen uns“, haderte Tebbe, der das Ergebnis angesichts des Spielverlaufs und der Mehrzahl an Möglichkeiten für seine Auswahl nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen konnte. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie das bessere Team war“, stellte er fest. Zum Punktgewinn sollte es trotz eines Kraftakts in der letzten halben Stunde nicht mehr reichen. Markus Dachwitz brachte die Büdericher mit zwei Treffern in fünf Minuten noch einmal heran. Das mögliche Remis blieb allerdings aus, auch weil Fabian Kirsch der Aufholjagd des SVB mit Gelb-Roter Karte nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer wahrlich keinen Gefallen tat.

Auf den übrigen A-Liga-Plätzen des Kreises forderte Sturmtief „Eberhard“ seinen Tribut. Gleich sechs Begegnungen, darunter das Derby zwischen dem SV Millingen und dem SSV Lüttingen sowie das Gastspiel des Spitzenreiters SV Sonsbeck II beim MSV Moers, wurden abgesagt.

Das Duell des SV Budberg II gegen den SV Scherpenberg II wurde zwar angepfiffen, die Spieler vom Unparteiischen nach wenigen Minuten aber wieder in die Kabine geschickt und die Partie schließlich abgebrochen.

Alle ausgefallenen Begegnungen dieses Spieltages sollen am 20. März nachgeholt werden.

Mehr von RP ONLINE