Kreisliga A: Concordia Ossenberg siegt im Derby gegen Viktoria Alpen

Fussball : Alpen geht in Ossenberg wieder leer aus

Fußball-Kreisliga A: Alljährlich grüßt das Murmeltier - auch in dieser Spielzeit hat die Concordia im Duell mit der Viktoria wieder die Nase vorn. Marcel Suras Platzverweis trägt seinen Teil zum 4:1-Sieg der Gastgeber bei.

Es gibt Orte, die die Fußballer von Viktoria Alpen dann doch besser meiden sollten. Die Platzanlage an der Schlossstraße in Ossenberg gehört offenbar dazu. Zum dritten Mal seit der Rückkehr beider Mannschaften in die Fußball-Kreisliga A mussten sich die Kicker in den Vereinsfarben Blau und Gelb ihren Kollegen von Concordia Ossenberg beugen. Und mit 4:1 (1:0) war auch in dieser Spielzeit die Frage nach dem Sieger deutlich beantwortet.

Bitter für die Gäste, dass Concordias Trainer auch noch den Finger in die Wunde legte. „Es hätte noch höher ausfallen können“, legte sich Björn Quint fest, der die 90 Minuten des Derbys nebst Nachspielzeit sowohl als „spannend“ als auch als „hitzig, mit kleinen Nickeligkeiten“ erlebte. „Dafür haben beide Seiten ja auch ihre Experten“, meint der Trainer. Dass einer dieser „Experten“ das Spielende nicht mehr auf dem Platz erleben sollte, empfand Jörg Schütz, sein Kollege auf der Gegenseite, als nicht ganz unerheblich für das bittere Ende der Viktoria. Als Marcel Sura, mit der Armbinde des Alpener Kapitäns ins Spiel gegangen, diese nach 80 Minuten vom Arm striff und weiterreichte, hatte ihm Schiedsrichter Kevin Gerlach soeben zum zweiten Mal an diesem Spielabend die gelbe Karte unter die Nase gehalten und damit die Aufforderung verbunden, den Platz doch möglichst schnell zu verlassen.

„Bis dahin waren wir gut im Spiel“, behauptete Schütz, der seine Zweifel an der Rechtfertigkeit der Ampelkarte für seinen Captain anmeldete. „Ein simpler Zweikampf, beide Spieler fahren im Laufduell den Arm aus, unser muss dafür gehen“, ärgerte er sich. 1:2 lag die Viktoria zu diesem Zeitpunkt erst zurück, da war noch alles offen und der Spielausgang noch ein Rätsel, nachdem sich die Alpener zur Aufgabe ihrer Viererkette in der Abwehr zwecks notwendiger Steigerung ihres Angriffniveaus entschlossen hatten.

Der Schuss ging dann zu zehnt nach hinten los. Jesse Sticklat sorgte mit dem 3:1 in der 87. Minute für die Entscheidung, Henrik van de Mötter nur zwei Minuten später für ein noch breiteres Grinsen in Quints Gesicht. Van de Mötter kennen die Fußballexperten rund um Ossenberg eigentlich als Torhüter der zweiten Concordia-Vertretung, gegen Alpen musste er wegen der vielen offenen Stellen im Jobangebot der „Ersten“ in den Schlussminuten aber als Stürmer aushelfen. „Ich hab’ ihm vor der Einwechslung gesagt, er soll einfach mal aus 16 Metern drauf halten“, hatte Quint seinen Spaß. „Hat er gemacht, und es hat geklappt.“

Was allerdings nur mit einer Ausnahme geklappt hat, war die Anstrengung seiner Defensivabteilung, sich äußerst fürsorglich um Alpens torgefährliches Sturmduo Nils Speicher und Andreas Dargel zu kümmern. „Ganz bremsen kann man beide nicht“, schränkte Quint also ein, nachdem Speicher in der 65. Minute der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich gelungen war. Nils Hoffacker hatte den Gastgebern mit seinem Torerfolg nach 28 Minuten zur Pausenführung verholfen, Benjamin Puppe zehn Zeigerumdrehungen nach Speichers Gleichstand den erneuten Vorsprung heraus geschossen.

Concordia Ossenberg: van den Boom, Strüngmann, J. Baumbach, Bentgens, Schade, Sticklat, Utech, Puppe, Kaul (88. van de Mötter), Morcinek, Hoffacker (55. van den Brock).

Viktoria Alpen: Maaß, Algra, Schmitz, Mehmedovic (72. Hintze), Feuchter, Sura, Walter, Willerding (46. N. Goergen), P. Goergen, Speicher, Dargel.

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