Aus Den Vereinen: Kleiber holt WM- und EM-Titel

Aus Den Vereinen : Kleiber holt WM- und EM-Titel

Zusammen mit Thomas Knaack und Heike Voigt ist er bei den Europameisterschaften erfolgreich. Mit Nicole Kamphues kam eine weitere Spielerin des Moerser Racketlon Vereins (MRV) ebenfalls aufs Treppchen.

In der österreichischen Hauptstadt Wien fanden jetzt die Racketlon-Europameisterschaften statt. Und dabei waren auch drei Moerser, die das Grundgerüst der deutschen Ü45-Racketlon-Nationalmannschaft bildeten, die jetzt erfolgreich den Titel des Mannschafts-Europameisters zum Weltmeistertitel hinzufügten. Damit sind sie die erste Mannschaft, die sowohl Welt-, als auch Europameister sind.

Zusammen mit Achim Berkemeier (Minden), Uli Schlepphorst (Hannover), Frank Böhm (Nürnberg), Gaby Zeoli und Manni Grab (beide Bad Säckingen) machten Frank Kleiber, Thomas Knaack und Heike Voigt, die für den Moerser Racketlon Verein spielenden Athleten, die Sensation nun perfekt. Sie besiegten im Finale überraschend hoch mit 141:123 die favorisierten Engländer. Packend war dabei das Duell an Position eins zwischen Einzelweltmeister Richard Middleton und Vizeweltmeister Thomas Knaack, dass der Brite mit einem, Punkt Unterschied gewinnen konnte (11:8, 11:5, 4:11, 8:11 im Tischtennis, Badminton, Squash, Tennis).

Überragend spielte Heike Voigt, die Barbara Capper mit 35:26 (11:7, 11:0, 11:8 und 2:11) aus dem Court fegte, und damit mit diesem nicht zu erwarteten Sieg den Grundstein zum Titel legte. Im Doppel entschied sich die Mannschaft, die gut eingespielten Schlepphorst/Grab spielen zu lassen, die beim 39:36 gegen Foulds/Doney auch stark auftrumpften (11:5, 12:10, 4:11, 12:10). Schließlich musste Achim Berkemeier so kein Tennis mehr spielen, da die Partie schon entschieden war. "Wir sind so froh, dass wir das geschafft haben. Als Außenseiter sind in dieses Finale gegangen, da die Engländer mit dem vollen Orchester angereist waren" so Kapitän Frank Kleiber. "Unsere Aufstellung war taktisch genau die Richtige, außer Squash haben wir alle Sportarten für uns entscheiden können. Gleichzeitig Welt- und Europameister zu sein, ist schon ein super Gefühl, und so kann ich jetzt auch mit gutem Gewissen abtreten. Ich werde nächstes Jahr bei der WM in Zürich im 55er-Team mithelfen, den Titel zu holen. Unsere 55-er haben jetzt im Halbfinale gegen England verloren und deswegen werden wir 2018 richtig angreifen."

Kleiber trat unter anderem auch noch im Herren-Doppel der Ü55 mit dem Neuberger Volker Sach an. Die beiden rechneten sich durchaus Titelchancen aus, scheiterten aber im Halbfinale an den Schweden Magnus Edby und Peter Söderström mit zehn Punkten (21:19, 13:21, 14:21, 12:9). Im Einzel der Ü55 war im Viertelfinale Schluss für Kleiber. Er verlor gegen den späteren Europameister Oleg Okunev aus Russland, mit 21:9, 4:21, 9:21 und 5:5. Die folgenden Platzierungsspiele gewann er und wurde am Ende Fünfter.

Besser machten es Heike Voigt und Thomas Knaack. Das Ehepaar holte sich jeweils eine Silbermedaille in ihrer Altersklasse. Barbara Capper aus England nahm Revanche für die Niederlage im Mannschaftskampf gegen Heike Voigt, die nach dem Badminton das Finale aufgeben musste. Thomas Knaack und Richard Middleton aus England spielten die Neuauflage des Finales von Fürth 2016 in der Kategorie Ü50. In einem Spitzenfinale hatte auch hier der sympathische Brite mit zwei Punkten die Nase vorn, und gewann 18:21, 10:21, 21:9 und 21:17.

Eine weitere Spielerin des Moerser Racketlon Vereins (MRV) kam noch aufs Treppchen. Nicole Kamphues spielte Doppel bei der Ü40 mit der Schweizerin Susan Rutschmann und holte Bronze. Im Einzel der Damen Ü50 wurde Kamphues im Gruppenmodus ebenfalls Dritte, die Hannoveranerin Carola von Heimburg wurde klar und deutlich Europameisterin. Die zweite Woche stand im Zeichen der offenen Klassen. Kleiber startete noch im Herren C-Feld, wurde Elfter. Thomas Knaack startete im B-Feld und verlor sein Halbfinalmatch gegen den Schweden Joakim Hellgren mit 19:21, 21:17, 8:21 und 8:11.

Auf das Spiel um Platz drei verzichtete er aus körperlichen Gründen. Die deutsche Elitemannschaft scheiterte in Gruppe A, wurde am Ende Dritter hinter Österreich und Dänemark.

(RP)