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Kamp-Lintfort: Tennisprofi Daniel Altmaier macht sich fit für Australian Open

Tennis : Daniel Altmaier macht sich für Australian Open fit

Der Kamp-Lintforter Profispieler bereitet sich wegen des Corona-Lockdowns in Deutschland nun in Südamerika auf das kommende Jahr vor. Um in Melbourne starten zu können, muss der 22-Jährige aber erst die Qualifiktion überstehen.

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Wohl kaum ein Sportler am Niederrhein setzt genau dies eindrucksvoller um als Tennisprofi Daniel Altmaier.

Der bei Blau-Weiß Kamp-Lintfort gewöhnlich mit Profikollege Dustin Brown sowie mit der Düsseldorfer WTA-Spielerin Antonia Lottner trainierende Altmaier sah mit dem neuerlichen weichen und nun harten Lockdown in Deutschland wegen der Coronavirus-Pandemie eine optimale Vorbereitung auf das Anfang Januar startende neue Tennisjahr 2021 in Gefahr. Der 22-Jährige ist deshalb zu seinem Trainer Francisco Yunis nach Argentinien geflogen. 50 Prozent Fitness, 50 Prozent Tennistraining sehen der Arbeitsplan vor. „In Argentinien ist die Situation rund um Corona besser, weil die Zahlen dort seit Ende Oktober sinken. Daniel kann sich in Argentinien ohne große Einschränkungen gut vorbereiten“, sagtt sein deutscher Trainer Patrice Hopfe. „Außerdem ist das Wetter in Buenos Aires bei 30 Grad Celsius natürlich für Training deutlich angenehmer.“

Das erste große Ziel des neuen Jahres, die Australian Open in Melbourne ab dem 8. Februar, wird ebenfalls nur über ungewöhnliche Wege für Daniel Altmaier zu erreichen sein. Der Rückhandspezialist hatte zwar bei den finalen ATP-Turnieren des Jahres 2020 in der Köln-Arena und auch in Hamburg auf genügend Punkte gehofft, um doch noch unter die besten 100 der ATP-Weltrangliste zu kommen. Doch am Ende langte es „nur“ zu Platz 130. Somit muss Altmaier gerade auch bei den Grand-Slam-Turnieren, zu denen ja auch die Australian Open zählen, durch die Qualifikation. Diese steigt nun vom 9. bis 13. Januar im arabischen Wüstenstaat Katar, Spielort der Fußball-WM 2022.

Im Falle eines Sieges würde es auf den fünften Kontinent gehen, wo eine 14-tägige Quarantäne mit täglich fünf Stunden Trainingsmöglichkeit innerhalb einer Tennisprofi-Hotelblase wartet.

Australien hat seit dem Höhepunkt der zweiten Welle im August kaum noch Erkrankungen zu verzeichnen. Das ist auch auf ein striktes Einreiseverbot und bisweilen harte Maßnahmen trotz vergleichsweise geringer Infektionszahlen zurückzuführen. „Möglicherweise sind bei den Australian Open auch wieder Zuschauer zugelassen, so dass auf und neben den Courts vielleicht alles so aussehen könnte wie in der Vor-Corona-Zeit“, sagt Trainer Patrice Hopfe.

Sein Schützling würde natürlich im kommenden Jahr nur zu gern an den unerwartet starken Lauf in diesem Jahr bei den French Open in Paris anknüpfen. Da landete der 22-Jährige erstaunliche sechs Siege in Serie und schlug mit Feliciano Lopez, Jan-Lennart Struff und Matteo Berrettini drei sehr erfahrene Profis. Erst gegen den Top-20-Spieler Pablo Carreno Busta aus Spanien war dann für Altmaier im Achtelfinale Schluss.

Der Turniererfolg in Roland Garros brachte Daniel Altmaier 189.000 Euro sowie 186 ATP-Punkte ein, die dann für einen weiten Sprung nach vorne in der Weltrangliste sorgten.