Jugendfußball in Moers in Repelen

Jugendfußball : Mädchen-Turnier hat keine Zukunft

Jugend-Fußball: Der Kreisjugendausschuss hat den Nachwuchs beim VfL Repelen zu Gast.

Einen schönen Saisonausklang bildeten am Wochenende der Tag des Mädchenfußballs und der Tag des Jugendfußballs des Fußballkreis Moers – erneut auf der Anlage des VfL Repelen. Bei bestem Wetter tummelten sich Nachwuchskicker auf den Plätzen. Bei den Mädchen war es allerdings voraussichtlich die zunächst letzte Auflage dieses Turniers.

Am Samstag standen zum Auftakt die Mädchen im Mittelpunkt. Da der Tag des Mädchenfußballs wegen der eher spärlichen Mannschaftsmeldungen zeitlich weniger umfangreich ist und am Samstag Nachmittag das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft war, hatte der Kreisjugendausschuss (KJA) um Hans Sommerfeld sich für einen Tausch in der Reihenfolge entschieden. Immerhin hätte ja auch die Deutsche Mannschaft am Samstag spielen können.

Neben den Vereinsmannschaften waren auch drei Schulen vertreten. Die Dorsterfeldschule Kapellen, die Johann-Hinrich-Wichern Grundschule Sonsbeck und die Lindenschule Repelen ermöglichten, dass bei den U11-Juniorinnen mit fünf Teams statt nur mit zweien gespielt werden konnte. Dabei wurden dann auf Platzierungen verzichtet.

Die meisten Mannschaften gab es bei den U15-Juniorinnen. Der GSV Moers war nach einem deutlichen 5:0-Finalsieg gegen Fichte Lintfort der beste aller zehn Teilnehmer. Auch bei den U13-Juniorinnen setzte sich der GSV im Endspiel klar durch, siegte 8:0 gegen den SV Budberg. Und auch in der Altersklasse U17 lagen die GSV-Mädels vorne. Hier waren in der Vergangenheit immer die meisten Teilnehmer am Start. Diesmal kamen lediglich drei Teams, so dass mit längerer Spielzeit im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt wurde. Die Moerserinnen setzten sich souverän mit zwei Siegen durch.

 2019 wird es voraussichtlich keine neue Auflage des Tag des Mädchenfußballs geben. „Es war das letzte Mal“, kündigt Hans Sommerfeld an. „Die Verbände haben da andere Vorstellungen, wie der Tag des Mädchenfußballs durchzuführen ist.“ In den Gesprächen mit Fußball-Verband Niederrhein und DFB sei der KJA zu dem Schluss gekommen, dass dies hier nicht umzusetzen sei.

An der Organisation des Gastgebers lag es mit Sicherheit nicht. Die war beim VfL Repelen einmal mehr einwandfrei. Reibungslos lief es an beiden Tagen. Neben Snacks und Imbissen wurde bei hochsommerlichen Temperaturen vor allem für Erfrischungen in Form von Getränken und Eis gesorgt.

Am Sonntag waren beim Tag des Jugendfußballs die Nachwuchsfußballer von den D-Junioren bis runter zu den Bambini am Ball. Auch hier wurden bei den Kleinsten sowie bei den F-Junioren keine Platzierungen ausgespielt. Stattdessen gab es sowohl am Samstag als auch am Sonntag für alle teilnehmenden Kinder ein kleines Präsent. „Ohne ein Geschenk geht kein Kind nach Hause“, lautete das Motto für Hans Sommerfeld.

Für die Bambini gab es unabhängig von den Ergebnissen jeweils eine Medaille und eine Urkunde. Die F-Jugendlichen durften sich etwas Praktisches aussuchen, etwa eine Trinkflasche, eine Butterbrotdose oder einen Softball. Alle E- und D-Junioren-Spieler gingen später mit einem kleinen Pokal nach Hause.

Gerade bei den kleineren Mannschaften war der Zuspruch sehrgroß. Sowohl bei den Bambini als auch bei den F-Junioren traten alle Mannschaften an. Weniger erfreulich war es bei den E-Junioren, wo vier von 16 Mannschaften und bei den D-Junioren, wo vier von 14 Mannschaften durch Abwesenheit glänzten.

Abgesehen davon zog Hans Sommerfeld aber ein mehr als positives Fazit. „Man hält es kaum für möglich, aber es wird von Jahr zu Jahr besser“, freute er sich und fügte noch an: „Es hat keiner gemeckert. Im Gegenteil. Viele haben sich sogar bedankt und gesagt, wie toll sie es fanden. Früher war so etwas vielleicht auch mal eine schnell gesprochene Floskel. Aber in der heutigen Zeit ist das sicher auch ehrlich gemeint, wenn jemand so etwas schon sagt.“

Mehr von RP ONLINE