Handball: Jetzt also auch die Senioren

Handball: Jetzt also auch die Senioren

Im Handball-Kreis Wesel entsteht ein neuer Großverein. Nachdem im letzten Jahr der TV Kapellen, der Moerser SC, der TV Asberg und der TV Schwafheim eine Spielgemeinschaft in der Jugend gebildet hatten, haben sich nun auch die Senioren-Abteilungen der drei erstgenannten Clubs der Moerser Adler HSG angeschlossen und mit Unterschriften im alten Utforter Rathaus die Fusion besiegelt. Im Jugendbereich gehen zurzeit 28 HSG-Mannschaften an den Start; ab der kommenden Saison kommen noch zwei Frauen- und acht Männerteams hinzu.

Einzig der TV Schwafeim schloss sich der Moerser Adler HSG nicht an. Allerdings musste er zuvor eine Entlassungs-Vereinbarung aus der bestehenden Jugendgemeinschaft unterzeichnen, um den Weg für eine gesamte Spielgemeinschaft inklusive der anderen drei Senioren-Abteilungen zu ermöglichen. Damit die Schwafheimer Jugendlichen weiterhin bei der HSG aktiv sein können, besteht für sie die Möglichkeit, beitragsfrei dem Moerser SC beizutreten. Dieses Konstrukt ist in dieser Form auch vom TV Schwafheim gewünscht, der in der Entlassungsvereinbarung zusichert, pro Jugendlichem einen Obolus zu entrichten. "Sportpolitisch ist die neue HSG der richtige Schritt", freut sich Christoph Fleischhauer, 1. Vorsitzender des Stadtsportverbands Moers und der Jugend-HSG. "Ich hoffe, dass wir den TV Schwafheim in naher Zukunft auch in dieses Boot hieven können."

Große Zufriedenheit

  • Handball : Schwafheim und Kapellen wollen's besser machen

Zufriedenheit herrschte insbesondere bei den Handball-Abteilungsleitern der drei Vereine. "Ich freue mich über diesen Zusammenschluss", betonte Andreas Garske vom TV Asberg. "Wir stellen zwar das kleinste Kontingent an Mannschaften und sind auch eher in den unteren Ligen zu finden, glauben aber dennoch unseren Beitrag zu einer erfolgreichen Zukunft beisteuern zu können." Ein positives Signal erwartet Ulrike Hüfken vom MSC. "Nachdem wir bereits auf Jugendebene eine HSG eingegangen sind, war die Integration der Senioren die logische Folge", so Hüfken. "In der Zukunft haben unsere Jugendlichen alle Möglichkeiten und können entsprechend ihrer Wünsche und Fähigkeiten im Seniorenbereich in den verschiedensten Ligen spielen. Ich glaube, das wir jetzt nicht mehr so viele Jugendliche an andere Vereine verlieren werden" Einer der größten Befürworter einer Spielgemeinschaft, in der neben den Jugendlichen auch die Senioren der Stammvereine integriert sind, war Roland Wulf vom TV Kapellen. "Ich freue mich, diesen Schritt nach langen Verhandlungen auch innerhalb unseres Vereins endlich vollzogen zu haben", betont Wulf. "Ich bin der festen Überzeugung, dass sich bereits mittelfristig die ersten sportlichen Erfolge einstellen werden."

(RP)