Handball: Im Tiefschlaf gibt's keine Punkte

Handball: Im Tiefschlaf gibt's keine Punkte

Jetzt kann wahrlich nur noch ein Wunder helfen! Denn in einer auf äußerst schwachem Niveau stehenden Partie unterlag der Handball-Oberligist TV Kapellen nun auch beim Turnerbund Wülfrath mit 24:29 (11:17).

Bei sieben noch ausstehenden Spielen und fünf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer ist zwar für den TVK rechnerisch noch alles möglich, doch so, wie sich die Mannschaft im Oberbergischen präsentierte, wird sie wohl in der nächsten Saison in der Verbandsliga auf Tore- und Punktejagd gehen müssen.

Bereits vor dem Anpfiff waren die Voraussetzungen für die Kapellener alles andere als optimal. Mit Karl Greven (beruflich verhindert) und Sascha Wistuba (Schulterverletzung) fielen gleich zwei Linkshänder aus, und so musste Julian Schweinsberg auf der für ihn ungewohnten Rechtsaußen-Position spielen. Hinzu kam, dass sich Michael Kabelitz beim Abschlusstraining verletzte und passen musste.

All diesen Widrigkeiten zum Trotz führten die Gäste nach zehn Minuten mit 7:4. Aus unerklärlichen Gründen riss danach aber der Faden, und die Hausherren erzielten acht Treffer hintereinander. Erst nach einer Auszeit riss sich der TVK wieder zusammen, verkürzte auf 11:12, verfiel allerdings bis zur Pause erneut in einen Tiefschlaf, der weitere fünf Gegentore in Serie zur Folge hatte.

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"Es reicht einfach nicht, nur die Hälfte der Spielzeit geistig auf der Höhe zu sein", ärgerte sich TVK-Interims-Trainer Uwe Thelen. Immer wieder leisteten sich die Gäste längst abgehakt geglaubte Fehler.

Im Spielaufbau fehlte jede Struktur, technische Mängel waren unübersehbar, und es wurde viel zu schnell der Abschluss gesucht. Nach dem Seitenwechsel lief's zwar etwas besser, doch ging's, die Leistungen und das Resultat betreffend, immer noch stetig auf und ab. Kurzfristige gute Phasen wechselten sich mit schlechten ab. Und dann dauerte es oft lange, bis der Rhythmus wieder gefunden wurde.

Die Torschützen des TVK: Langwald (8/2), Lange (5), van den Berg (3), Kuesters, Pitzen, Schweinsberg (je 2), Mehlem und Peiler.

(RP)