Homberg sorgt für schlechte Laune

Fußball : Wibbe in letzter Minute: VfB Homberg mischt die Liga auf

Fußball Der Oberligist vermiest ETB Schwarz-Weiß Essen den Saisonstart komplett

Unterschiedlicher konnten die Stimmungslagen am Uhlenkrug nach einer absolvierten Woche in der Fußball-Oberliga-Saison nicht sein. Auf der einen Seite die ernüchterten Gastgeber vom ETB Schwarz-Weiß Essen, auf der anderen die bald schon jubelverwöhnten Kicker des VfB Homberg. In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte Dennis Wibbe für den 1:0 (0:0)-Sieg der Duisburger in einem lange offenen Oberliga-Duell.

„Ich bin megastolz auf die Jungs“, strahlte Stefan Janßen. Dabei vergaß der VfB-Coach nach dem dritten Sieg in Folge nicht den Respekt vor einem Gegner, der sich angesichts dreier Pleiten in Folge Gedanken über sein ambitioniertes Aufstiegsziel machen muss. „Wir sind auf einen sehr laufstarken und disziplinierten Gegner getroffen, der sehr präsent in den Zweikämpfen war und gut auf uns reagiert hat. Wir haben bis zum Schluss versucht die Lücken zu finden, aber der ETB hat wenig Lücken offen gelassen.“

Zweimal jedoch tat sich für den VfB eine sehr große Lücke auf, welche die Homberger aber nicht nutzen konnten. Erst platzierte Danny Rankl seinen Schuss aus zentraler Position genau auf Torwart Sven Möllerke, dann lief Dennis Wibbe allein auf den Essener Schlussmann zu, passte den aber in den leeren Raum anstatt auf das Tor zu schießen.

Auch im zweiten Durchgang boten die Schwarz-Weißen den Gelb-Schwarzen wenig Raum. Der wurde etwas größer, als sich die Essener mit einer Gelb-Roten Karte gegen Damian Peterburs selbst dezimierten (54.). Dennis Wibbe knallte den Ball an die Latte, dann schien Julien Rybacki schon zum 1:0 getroffen zu haben – allerdings hatte Schiedsrichter Christian Szewczik ein Handspiel gesehen.

Als alles schon nach einem Remis ausschaute nahm sich Dennis Wibbe ein Herz, ließ zwei Essener einfach stehen, beförderte die Kugel mit links in den linken Winkel und sorgte für extrem unterschiedliche Stimmungslagen am Uhlenkrug.