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Lokalsport: Hockeyverein erweist sich als Talentschmiede

Lokalsport : Hockeyverein erweist sich als Talentschmiede

Zwei Brüder, Moers und Hockey? Da war doch was. Klar, Timo und Benjamin Wess, beide unter anderem zweifache Olympiasieger von Peking und London, Weltmeister, Europameister, Deutsche Meister, Weltklassespieler, Weltauswahl - die Liste der Erfolge der Wess-Brüder scheint beinahe unendlich. Der sportliche Zenit ist aber überschritten. Timo wird im kommenden Juli 35, Benjamin 32 Jahre alt. Sie sind immer noch ihrem Rot-Weißen Hockey-Verein in Köln verbunden, doch es fällt eben immer schwerer, auf ganz hohem Niveau dem kleinen Ball hinterherzujagen.

Aber da stehen prompt zwei weitere Brüder parat, die auf dem besten Wege sind, diese mächtigen Fußstapfen des Wess-Duos auszufüllen. Nach dem Max Werner bereits in der deutschen U16- bis U21-Nationalmannschaft Erfolge gefeiert hat, mit Rot-Weiß Köln im vergangenen Jahr deutscher Feldhockey-Meister wurde, macht sich nun sein jüngerer Bruder Nick auf, es ihm gleichzutun. Jedenfalls hat er nun sein Debüt in der deutschen U16-Auswahl gefeiert.

Als ihn allerdings der Ruf des Nachwuchsbundestrainer ereilte, war Nick Werner gerade nicht zu Hause. Denn, wie sein Großer Bruder, hat er ein halbes Jahr im spanischen Valencia gelebt - und gespielt. Vor einigen Wochen hat er dort bei den ersten Herren des HC Valencia sein Abschiedsspiel gegeben und dabei mit einer verwandelten Strafecke beim 1:1-Endstand entscheidend zum Punktgewinn beigetragen. "Gleichzeitig ein gelungener Abschluss von Nicks halbjährigem Spanienabenteuer", muss dann Papa Ralf Werner schmunzeln.

Die Nominierung in den deutschen U16-Kader freute Nick Werner natürlich riesig. Sein Nationalmannschaftsdebüt gab der Moerser schließlich in Antwerpen mit zwei Länderspielen gegen Belgien. Er spielte dabei im zentralen Mittelfeld beim 3:1-Erfolg. Auch an dem 2:2 - nach 0:2-Rückstand - gegen England hatte Nick Werner großen Anteil. Nun hofft er klammheimlich, dass er demnächst in einem der kommenden Länderspiele gegen einen seiner spanischen Freunde aus Valencia auflaufen wird. So etwas ist immer was besonderes.

(RP)