Lokalsport: Handfeste Krise beim TuS Lintfort

Lokalsport : Handfeste Krise beim TuS Lintfort

Handball, Dritte Liga: Seit fünf Spielen ist die Mannschaft von Trainerin Bettina Grenz-Klein mittlerweile sieglos. Mit der hohen 18:28-Niederlage bei der HSG Gedern/Nidda haben die Niederrheinerinnen einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht.

Was zunächst nach einer kurzen Schwächephase aussah, entwickelt sich immer mehr zu einer handfesten Krise. Der TuS Lintfort befindet sich in einem tiefen Leistungsloch, unterlag bei der HSG Gedern/Nidda auch in der Höhe verdient mit 18:28 (10:10).

Das Bittere: Der TuS Lintfort war in Hälfte zwei absolut chancenlos. Die Mannschaft holte somit aus den letzten fünf Begegnungen nur magere 1:9 Punkte. Die Gäste vom Niederrhein kamen schwer in die Partie. Es fehlten die Frische und die nötige Leichtigkeit. Lintfort lag schnell zurück (2:6/11.), kassierte unter anderem einfache Gegenstoßtore. Das Team hechelte sofort Rückständen hinterher (5:9/20.).

Erst in den letzten zehn Minuten vor dem Pausenpfiff platzte der Knoten. Die Gäste nahmen endlich Tempo auf, zogen ihre Spielanlage konsequent durch und schlossen sicher ab. Lintfort stellte in kurzer Zeit den Spielverlauf auf den Kopf (9:9/24.). Aber sämtliche positiven Ansätze blieben nach der Halbzeitpause in der Kabine zurück. Anstatt selbstbewusst aufzutreten, befand sich die Mannschaft im Tiefschlaf. Die HSG Gedern/Nidda zog ohne zu glänzen auf 15:10 (37.) davon. Die TuS-Spielerinnen wachten einfach nicht auf und wurden für ihr kollektives "Nickerchen" knallhart abgestraft. Zu einem Absturz wurden die zweiten 30 Minuten aber nur, weil in der Offensive wenig zusammen lief.

Wenn sich eine Mannschaft schon wenige Chancen erspielt und diese Möglichkeiten dann auch noch sträflich ungenutzt lässt, kommt ein derartiges Resultat zustande. Leonie Lambertz spielte noch am überzeugendsten. "Es war die wohl schwächste Angriffsleistung in der gesamten Saison", sagte eine enttäuschte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Schlusspfiff.

(RP)
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