Handball: Zweitligist TuS Lintfort will sich nicht verstecken

Handball : TuS Lintfort will sich nicht verstecken

Der Handball-Zweitligist empfängt Sonntag um 16 Uhr den spielstarken VfL Waiblingen. TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein rechnet mit einer Partie auf Augenhöhe.

Die vergangenen Wochen waren wechselhaft und erkenntnisreich. So fiel auf: Den Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort fehlt noch ein ganzes Stück um im „Konzert der Großen“ mitzumischen. Aber das ist auch nicht der Anspruch des Aufsteigers. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein strebt bekanntlich einzig und allein den Klassenerhalt an und liegt diesbezüglich weiterhin voll im Fahrplan. Bislang hat sich aber auch gezeigt: Der TuS Lintfort muss sich gegen das Gros der Liga wahrlich nicht verstecken, hat, immer vorausgesetzt der Einsatz stimmt, stets gute Chancen. Auf die TuS-Spielerinnen wartet diesmal eine spannende, wie reizvolle Aufgabe. Der VfL Waiblingen gibt Sonntag, ab 16 Uhr, in der Eyller-Sporthalle, seine Visitenkarte ab.

Waiblingen, nahe Stuttgart, kennt die Liga ein Jahr länger als der TuS Lintfort, stieg in der vergangenen Saison auf und schaffte auf Anhieb einen soliden Mittelfeldplatz. Der Verein liefert auch in der laufenden Spielzeit mit aktuellen 6:6 Punkten eine ordentliche Performance ab. Die Defensive richtet sich regelmäßig nach den Stärken des jeweiligen Gegners aus, schwankt daher zwischen einer offensiven oder defensiven Formantion. In der Offensive greift die mannschaftliche Geschlossenheit. Waiblingen verfügt über reichlich Qualität auf nahezu allen Positionen. Kann daher ziemlich stabile Leistungen abrufen, knickt nicht gleich ein, wenn es mal nicht nach Wunsch läuft.

Der TuS Lintfort möchte natürlich vor heimischen Publikum in erster Linie seine Kampfkraft auspacken. Die Spielerinnen benötigen unbedingt die Emotionalität und Leidenschaft, um erfolgreich zu spielen. So ist vor allem die Aggressivität in der Deckung gefragt. Es gilt die Zweikämpfe anzunehmen und zu gewinnen, die dringend benötigte Laufbereitschaft abzuliefern und als Kollektiv zusammen zu stehen. „Ich hoffe, auf eine konstant gute Leistung“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Für meine Spielerinnen ist ganz wichtig, dass sie selbstbewusst zu Werke gehen, mit der dazugehörigen Aggressivität und dem Biss. Ich rechne mit einem ausgeglichenen Match, mit einer 50 prozentigen Siegchance.“

Der TuS Lintfort muss zudem zusehen, schnellstmöglich seinen Rhythmus im Angriff zu finden. Durch den nun monatelangen Ausfall von Naina Klein, muss sich die Mannschaft neu aufstellen. „Wir benötigen für den Angriff Struktur, aber auch Mut“, sagt Bettina Grenz-Klein. Wie dicht das Niveau beieinander liegt, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Der TuS Lintfort und der VfL Waiblingen haben nach sechs Spieltagen jeweils 161 Tore erzielt.

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