Handball: TuS Lintfort zeigt kaum Gegenwehr

Handball : TuS Lintfort zeigt kaum Gegenwehr

Handball-Zweitligist zeigt bei der 24:36-Niederlage gegen den VfL Waiblingen seine bislang schlechteste Saisonleistung.

Der Stachel der Enttäuschung saß ganz tief. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort boten gestern ihre bislang mit Abstand schlechteste Saisonleistung, ließen sich in der gut gefüllten heimischen Eyller Sporthalle vorführen – und das, ohne sich über weite Strecken zu wehren. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlagen dem VfL Waiblingen auch in der Höhe verdient mit 24:36 (11:18).

Die TuS-Spielerinnen fanden nie in die Spur. Das Team wirkte von der ersten Minute an indisponiert. Es gab reichlich Baustellen. Insbesondere die Defensive „schwamm“ permanent. Lintfort fand einfach nicht die nötige kämpferische Einstellung. Waiblingen konnte ohne in seinen Aktionen gestört zu werden seinen Spielaufbau leisten. Den TuS-Spielerinnen fehlte es an Laufbereitschaft, aber vor allem an der Aggressivität. In vielen Situationen hatte es gar den Anschein, dass die VfL-Angreiferinnen nur „Begleitschutz“ bekamen. Die Gäste konnten ohne große Mühe ihre Tore erzielen.

Der TuS Lintfort wurde mit fortschreitender Spieldauer immer nervöser, patzte zudem in der Offensive. Die vielen Stockfehler waren alles andere als schön anzuschauen. Die Gastgeberinnen bekamen zudem einfache Pässe nicht hin und ließen die wenigen Chancen noch ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel sah es kurze Zeit so aus, als ob Lintfort eine bessere Einstellung finden würde. Aber das war ein Trugschluss. Es gab aus TuS-Sicht kein erkennbares Aufbäumen. In der Abwehr fehlte weiterhin die Kampfkraft. Das Team agierte viel zu passiv, und Waiblingen konnte ohne Gegenwehr seinen Stiefel abspulen.

Bei den TuS-Spielerinnen war auch im Angriff kein klarer Plan zu erkennen. Die Mannschaft trat ohne Selbstbewusstsein auf, erzielte ihre Treffer nur noch nach gelungenen Einzelaktionen. Zu viele Spielerinnen duckten sich einfach weg, ergaben sich frühzeitig in ihr Schicksal. Die Gäste hingegen hatten richtig Spaß, konnten in Hälfte zwei alles machen, ohne jemals in Gefahr zu geraten.

„So darf man sich vor dem eigenen Publikum nicht präsentieren“, schimpfte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach Spielschluss. „Es war ein total enttäuschender Auftritt, vor allem in der Deckung. Es gab kein Aufbäumen, das war richtig schlimm.“

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