Handball: TuS Lintfort in der Landesliga

Handball : TuS Lintfort will sich in der Landesliga etablieren

Nach dem überzeugenden Titelgewinn in der Bezirksliga möchte sich der Neuling in der höheren Klasse so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Fünf vielversprechende Neuzugängen sollen dabei helfen.

Bis zum Startschuss in die neue Saison ist noch etwas Zeit. Aber die Vorfreude überwiegt bereits. Anspannung und Euphorie liegen spürbar in der Luft. Die Handballer des TuS Lintfort begeben sich bekanntlich auf ein neues, für viele Jahre unbekanntes Terrain. Der Verjüngungsprozess der Mannschaft, den der Verein in den vergangenen Jahren forciert hatte, griff schneller und erfolgreicher als zunächst gedacht. Nach einer überragenden Meisterschaftsrunde in der Bezirksliga, die mit dem verdienten Aufstieg vergoldet wurde, soll nun in der Landesliga der nächste Schritt der Entwicklung getätigt werden.

Andreas Michalak gilt als „Baumeister“ des Erfolges. Der Trainer hat im Verein bereits gute Zeiten und schlechte Zeiten erlebt, blieb aber stets seiner Linie treu. Der mittlerweile 53-Jährige feiert in der kommenden Spielzeit ein kleines Dienstjubiläum, geht in seine 15. Saison als Herren-Trainer des TuS – Vereinsrekord.

„Wir streben den frühzeitigen Klassenerhalt an“, sagt Andreas Michalak. „Der Verein soll sich aber auf Dauer in der Landesliga etablieren.“ Um die angestrebten Ziele zumindest erst einmal kurzfristig zu realisieren, wurden gleich fünf Neuzugänge verpflichtet. Drei haben eine durchaus lange TuS-Vergangenheit, kehren nun zu ihrem Stammverein zurück. Torsten Miller ist die erhoffte Verstärkung im rechten Rückraum. Der Linkshänder spielte zuletzt mehrere Jahre erfolgreich beim Oberligisten SV Neukirchen. Felix Stenger trug zwar nur eine Saison das SVN-Trikot, doch der Kreisläufer soll künftig die Deckung weiter stabilisieren. Nils Schmitz (linke Seite) zog es nach einem einjährigen Intermezzo beim Verbandsliga-Aufsteiger TV Kapellen zurück in die Heimat. Rechtsaußen Marc Böger kommt vom Landesligisten VT Kempen. Torwart Stefan Kaplanek spielte zuletzt beim Bezirksligisten Moerser SC.

„Wir werden sehen, wie wir in der neuen Liga zurechtkommen“, sagt Andreas Michalak. „Fakt ist aber, dass meine Jungs eine überragenden Bezirksliga-Saison hingelegt haben. Nicht, weil wir unbedingt die besten Spieler hatten, sondern weil es uns einfach gelungen ist, eine geschlossene Einheit auf die Platte zu bringen, mit vielen disziplinierten und kämpferischen Leistungen.“

Und das Kollektiv soll auch künftig eine übergeordnete Rolle spielen. Vor allem ausgeprägte, kämpferische Tugenden sind in der Abwehr gefragt. Die bevorzugte und eingespielte Formation des TuS Lintfort ist die defensive 6-0-Variante. Die Offensive ist von Schnelligkeit, Agilität sowie individuellen Fähigkeiten geprägt. Der Ball läuft sicher durch die eigenen Reihen. Das taktische Konzept gilt es allerdings in der höheren Klasse weiter zu verfeinern und noch strenger in geordnete Bahnen zu lenken.

„Was uns ganz klar fehlt, ist, die körperliche Präsenz“, sagt Andreas Michalak. „Wir müssen dieses Defizit mit erhöhtem Engagement ausgleichen. Der allgemein mangelnden Erfahrung gilt es mit couragierten und mutigen Auftritten entgegenzutreten. Die Stimmung innerhalb meiner Mannschaft ist gut. Das soll auch möglichst lange so bleiben.“

(MB)
Mehr von RP ONLINE