Handball, 2. Bundesliga: Verbesserter TuS Lintfort besiegt Rödertal

Handball : TuS Lintfort zeigt die erhoffte Reaktion

Frauenhandball, 2. Bundesliga: Nach dem schwachen Auftritt der Vorwoche rehabilitiert sich das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein und sammelt mit dem 27:21 gegen den HC Rödertal wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

So muss es sein: Nach der jüngsten, schwachen Vorstellung in Kirchhof, folgte umgehend die erwartete Reaktion. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort holten sich immens wichtige Punkte für den Klassenerhalt, besiegten in der heimischen Eyller-Sporthalle den schwach auftretenden HC Rödertal auch in der Höhe verdient mit 27:21(15:10).

Lintfort präsentierte gleich mit dem Anpfiff eine Überraschung. Der ansonsten eher defensiv ausgerichtete Deckungsverband wurde diesmal aufgelöst. TuS-Spielerin Vanessa Dings legte von der ersten Minute an das Rödertaler Rückraum-Ass Brigita Ivanauskaite mit einer ganz engen Deckung an die „Leine“. Diese Ausrichtung war ein kluger Schachzug, denn die restliche Gästemannschaft konnte mit den Umständen kaum umgehen.

Rödertal lieferte in der Folgezeit eine grottenschlechte Leistung ab. Das Team konnte zu keinem Zeitpunkt des Spiels den läuferischen Mindestaufwand leisten – viele Spielerinnen wirkten überfordert, teilweise gar lustlos. Oft wurden die falschen Entscheidungen getroffen oder die einfachsten Zwei-Meter-Pässe kamen nicht an.

War die TuS-Abwehr stets im Bilde, inklusive der soliden Torhüterin Sabrina Romeike, so war in der Offensive doch so einiges an Sand im Getriebe. Vor allem an der Chancenverwertung haperte es. Lintfort ließ gleich reihenweise beste Möglichkeiten liegen. Die Gastgeberinnen waren allerdings immer dann stark, wenn das „Gaspedal“ durchgedrückt wurde. Die Rödertaler Deckung „schwamm“ so regelmäßig. Lintfort wechselte mit einer verdienten Fünf-Tore-Führung die Seiten und hatte den HC Rödertal recht sicher im Griff.

Die Gastgeberinnen büßten in den zweiten 30 Minuten allerdings einiges von der zuvor gezeigten Leichtigkeit ein. Einige Spielerinnen agierten zu zögerlich, waren in ihrem Tatendrang etwas gehemmt. Die Gäste versuchten fortan mal etwas Neues, richteten in Hälfte zwei ihre zuvor praktizierte defensive Deckung nun deutlich offensiver aus. Je länger das Spiel andauerte, desto offensiver wurde die Ausrichtung. Lintfort benötigte einige Zeit, um sich an die neuen Tatsachen zu gewöhnen.

Das Team konnte aber zum Glück den Schalter wieder rechtzeitig umlegen, holte sich mit guten Tugenden alte Sicherheiten zurück. Insbesondere in der eigenen Defensive wurde die Aufmerksamkeit und die nötige Konzentration um einige Gänge hinauf gefahren. Gerade Eva Legermann verdiente sich für großes Engagement im Zentrum die Bestnote und warf ganz nebenbei sechs wichtige Tore für ihr Team. Lintfort löste sich aus der Umklammerung und hatte in der Schlussphase wieder alles im Griff.

„Eine tolle kämpferische Einstellung und ein überragendes Engagement haben sich diesmal ausgezahlt“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Jede einzelne Spielerin hat ihren Beitrag zum Erfolg geleistet.“

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