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GSV Moers verliert mit 2:7 in Rellinghausen

Fussball : Schikofsky ist nach dem 2:7 des GSV angefressen

Desolate Vorstellung des Landesligisten

Der GSV Moers ist mit einer bösen Packung in die Rückrunde der Fußball-Landesliga gestartet. Beim ESC Rellinghausen unterlagen die Grafschafter gestern mit 2:7 (0:4) und kassierten ihre bislang höchste Saison-Niederlage. Damit verpasste es der Aufsteiger auch, die Zielsetzung seines Trainers zu erfüllen. Thorsten Schikofsky hatte vor gut einer Woche mindestens sechs Punkte aus den letzten drei Spielen vor der Winterpause gefordert, musste nun aber schon die zweite Niederlage innerhalb dieses definierten Zeitraums verdauen.

„Die Leistung war absolut enttäuschend und indiskutabel“, schimpfte der GSV-Coach kurz nach dem Schlusspfiff. „Wir hätten mit zwei Siegen zum Abschluss ein tolles Halbjahr sportlich krönen können. Aber heute war die Mannschaft vom Kopf her überhaupt nicht wach und auch nicht bereit, den Kampf anzunehmen. Nach so einer Leistung muss hier alles neu beurteilt werden. So etwas habe ich in meiner Trainerlaufbahn noch nicht erlebt. Dafür gibt es keine Entschuldigungen.“

Von Beginn an setzten die Moerser ihre taktischen Vorgaben nicht um, wie Schikofsky berichtete: „Wir sind falsch angelaufen, haben uns zu weit hinten rein drängen lassen, hatten wenig Ballbesitz und konnten keinen Druck auf den Ball erzeugen“, fasste er die Defizite zusammen. Dazu kamen individuelle Fehler und beinahe körperloses Spiel bei den Gegentoren, so dass die Partie bis zur Pause angesichts eines Zwischenstandes von 4:0 für Rellinghausen schon entschieden war.

„Der Gegner kam in der Kabine wahrscheinlich gar nicht aus dem Lachen heraus“, war Schikofsky mächtig angefressen. „So darf man in der Landesliga jedenfalls nicht spielen. Für die Aufarbeitung dieses Spiels werde ich zwei oder drei Tage brauchen.“

GSV: Di Giovanni, M. Bodden, Reiser (61. Erol), Sonneveld, Hecker, Kästner, Jellessen, Altun (54. Sikorska), Haeger, Hastedt, Üzüm.

Tore: 1:0 Max Richter (13.), 2:0 Robin Müller (28.), 3:0 Ruben Nipken (38.), 4:0 Max Richter (42.), 5:0 Zaven Varjabetyan (46.), 5:1 Tobias Kästner (55.), 6:1 Max Richter (72.), 6:2 Samet Altun (87.), 7:2 Fynn Ross (89.).