GSV Moers steht wieder mit leeren Händen da

Fußball : GSV Moers steht wieder mit leeren Händen da

Im Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Königshardt bleibt der Landesligist glücklos.

Den Start zum zweiten Spieltag im Duell zweier Fußball-Landesliga-Aufsteiger hatte sich der GSV Moers bei den Sportfreunden Königshardt anders vorgestellt, die seit der Saison 2013/2014 drei Aufstiege und zwei Abstiege feiern und beweinen konnten.

Die Gastgeber wollten ihren Ruf als Fahrstuhlmannschaft nicht zwingend untermauern, Moers hingegen hatte den ersten Punkt oder gar den ersten Saisonsieg angepeilt. Doch ab der sechsten Minute war dieses Vorhaben schon Schnee von gestern. Am Ende hieß es sogar 3:1 (2:1) für die SF aus Oberhausen-Königshardt.

Beim frühen Gegentor waren die Moerser in der Vorwärtsbewegung und verloren dabei den Ball – Foul oder nicht, dieser Pfiff blieb jedenfalls aus. Anders als der Torpfiff, nachdem gleich zwei Sportfreunde mit der Kugel Richtung GSV-Keeper Luca Di Giovanni liefen. Der war machtlos, als Pascal Wickert quasi ins leere Tor traf. Königshardt war schnell über außen unterwegs, der GSV musste nun das Spiel machen, das gelang nicht immer. Leider sprang dann auch nach einem Freistoß nicht mehr als ein Abseitstor durch Gökhan Erol heraus (27.).

Bis Christian Zeiler an der Strafraumecke per Kopf eine Flanke zum Ausgleich in die gegnerischen Maschen verlängert (36.). Doch das 1:1 hielt nur fünf Minuten. Richard Zander nutzte den für ihn aufgelegten Ball aus 18 Metern direkt zur erneuten SF-Führung. Damit ging es in die Pause – in der sich die Moerser einiges vorgenommen hatten. Das zeigten sie auch.

Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff gehörten dem GSV, der dann die zweite Halbzeit für sich verbuchen konnte. Allein es fehlten die Tore. Die machten die Sportfreunde. In der 79. Minute klärte der GSV nicht richtig, Phillipp Klempel schnappte sich den Ball, traf erst den Pfosten und danach das nun leere Tor. Als Kevin Sonneveld in der Nachspielzeit eine umstrittene Rote Karte sah, war GSV-Trainer Thorsten Schikofsky vollends bedient.

„Wir haben größtenteils richtig guten Fußball gespielt – aber nur bis zum Strafraum“, so der GSV-Coach nach dem Spielende. „Ich bin gar nicht unzufrieden. Doch uns fehlt noch die Durchschlagskraft. Und durch die ersten beiden Gegentore haben wir unser piel früh kaputt gemacht.“

GSV Moers: Di Giovanni, Schuster, Erol (60. Drauschke), Zeiler (78. Isailovic), Aksu (46. Debernitz), Reiser, Sonneveld, Hecker, Haeger, Hastedt, Üzüm.

(zak)
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