GSV Moers nimmt die Mission Landesliga in Angriff

Fußball: GSV Moers nimmt die Mission Landesliga in Angriff

Zum Saisonstart hat der Aufsteiger den ESC Rellinghausen zu Gast. Trainer Thorsten Schikofsky ist optimistisch.

Die Freude überwiegt. Daraus macht Thorsten Schikofsky auch überhaupt keinen Hehl, wenn seine Mannschaft am Sonntag, 15.30 Uhr, an der Filder Straße den ESC Rellinghausen empfängt. „Es ist toll, wieder in der Landesliga zu sein“, sagt deshalb auch der Fußball-Trainer des Aufsteigers GSV Moers. In dieser Spielklasse mischte der Verein zuletzt in der Saison 2014/2015 mit.

Nach dem Abstieg in die Bezirksliga mussten sich die Grafschafter erst einmal vollkommen neu sortieren. In den Bezirksligazeiten hatten die Vereinsverantwortlichen aber gar nicht so sehr auf den sofortigen Wiederaufstieg gepocht, oder auf den im Folgejahr. Der GSV musste erst einmal selber neu erfinden. So konnte erst Hrvoje Vlaovic drei Jahr lang in aller Ruhe als Trainer bei den Moersern seine Aufgaben wahrnehmen, genau wie ab 2017 auch sein Nachfolger Thorsten Schikofsky. Das war beim GSV nicht immer der Fall. Doch die Kontinuität zahlte sich am Ende aus. Auch wenn höchstwahrscheinlich beim Moerser Verein selbst viele Mitstreiter vom Aufstieg überrascht wurden. Positiv natürlich.

Aber Hand aufs Herz: Geplant war die Rückkehr in die Landesliga zu Beginn der abgelaufenen Bezirksliga-Saison 2017/2018 nicht. Zumindest ist das nicht so formuliert worden. Natürlich hat sich am Ende auch niemand dagegen gewehrt, doch der Aufstieg gehörte nicht zu den Pflichtaufgabe von Schikofsky, das war keine Bedingung für den Trainer. Am Ende war es in der Relegation gegen Hamborn 07 auch knapp – nach dem Überraschungssieg im Hinspiel folgte bekanntlich der Ausgleich in letzter Minute im Rückspiel. Und jetzt haben Schikofsky und sein Team den Salat, jetzt muss der GSV wieder in der Landesliga ran. Er darf und will das aber auch. „Ich muss mir erst noch genaue Infos einholen“, sagt der GSV-Trainer, der den Gegner aus Essen nur aus seiner Zeit beim SV Schwafheim kennt. „Das ist zwei Jahre her. Mittlerweile hat sich die Mannschaft von Rellinghausen deutlich verjüngt.“ Allerdings geht Schikofsky davon aus, dass auch das junge ESC-Team unangenehm zu spielen sein wird. Wie früher. Rellinghausen war nie nur Laufkundschaft, „die hatten immer eine gute Mannschaft.“

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Neu für den GSV-Coach ist, dass er sich keine Sorgen mehr machen muss, wenn Spieler ausfallen. So sind André Hecker und Tobias Kästner zum Saisonstart noch im Urlaub. Routinier Andreas Isailovic ist zurück, hat aber Trainingsrückstand, wie Marc-André Debernitz, der erst seit Freitag wieder im Lande ist. Und Matthias Fröhlich plagt sich erneut mit Wadenproblemen herum. Außerdem hat Torwart Fabian Groß seiner Mannschaft etwas überraschend den Rücken gekehrt.

Trotzdem bleibt Thorsten Schikofsky gelassen, schließt aus, selbst aktiv werden zu müssen. „Wir haben einen Kader, der groß genug ist“, sagt er.

Gleichzeitig weiß der Trainer aber auch, dass nach dem ESC Rellinghausen die Partie gegen die Sportfreunde Königshardt am kommenden Mittwoch auf den GSV wartet, und am Sonntag darauf die Sportfreunde aus Niederwenigern nach Moers kommen. Ein schweres Anfangsprogramm. „Zu Hause müssen wir aber was holen“, sagt der GSV-Coach, der nicht mit einer dreifachen Nullnummer zum Saisonstart rechnet.

(zak)
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