GSV Moers: Abstieg oder Klassenerhalt

Fußball in Moers : GSV Moers: Abstieg oder Klassenerhalt

Im Heimspiel gegen den Duisburger SV 1900 geht es um alles. Trainer Schikofsky bangt um Spielmacher Gizinski.

Für den GSV Moers (14. Platz, 55:74 Tore, 37 Punkte) geht es am Sonntag um alles. Der Fußball-Landesligist hat ab 15 Uhr den Duisburger SV 1900 (10., 55:60, 43) zu Gast. Die Moerser können mit einem Sieg den Klassenerhalt aus eigener Kraft sicherstellen. Verpasst der GSV den Heimdreier, braucht es Schützenhilfe, damit Arminia Klosterhardt und der SV Hönnepel-Niedermörmter nicht vorbeiziehen.

Gesprächsbedarf nach der Fichte-Pleite: GSV-Trainer Thorsten Schikofsky spricht auch mit Gökhan Erol. Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Seit Ende April ist der Klassenerhalt scheinbar zum Greifen nahe. Und doch hat der GSV nun ein Abstiegsendspiel. „Bei den personellen Problemen die wir als Aufsteiger über die Saison hatten, hätte ich die Ausgangssituation es am letzten Spieltag selbst in der Hand zu haben, vorher unterschrieben“, streicht Trainer Thorsten Schikofsky die positive Seite der Medaille heraus.

Allerdings hat seine Mannschaft im Mai alle vier Spiele verloren, und der Trainer räumt ein: „Wir hatten mehrmals die Chance, früher alles klar zu machen. Wenn wir dann absteigen, dann dürfen die Verletzten auch kein Alibi sein.“

Das direkte Duell gegen Mitkonkurrent Fichte Lintfort verlief am vergangenen Wochenende für die Moerser besonders enttäuschend. Völlig verdient unterlag der GSV im Derby mit 1:2. „Das Spiel haben wir in dieser Woche aufgearbeitet, denn da gab es schon Gesprächsbedarf“, stellt der Trainer klar und wird auch konkret: „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen. Das war ein blutleerer Auftritt.“

Das muss besser werden, möchten die Grafschafter nicht abhängig von der Konkurrenz sein. „Wenn wir das nicht in den Griff bekommen und wieder so leblos spielen, können wir nur auf Scherpenberg und Burgaltendorf hoffen“, meint auch Schikofsky. Der SV Scherpenberg spielt beim SV Hönnepel-Niedermörmter, und der SV Burgaltendorf empfängt Klosterhardt. Da Hö./Nie. und Klosterhardt das bessere Torverhältnis haben, würde beiden ein Sieg reichen, um den GSV zu überholen, sollte der nicht selbst siegen.

„Das Positive ist, dass zwei Mannschaften trotzdem gerne mit uns tauschen würden“, betont Schikofsky, denn: „Wir haben es selbst in der Hand. Wir entscheiden am Ende, wer absteigt und wer drin bleibt.“ Damit Letzteres gelingt, verbalisiert der Trainer eine klare Erwartungshaltung: „Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel abliefern. Ob das fußballerisch gut ist, ist dabei für mich jetzt zweitrangig. Aber ich möchte sehen, dass jeder sich zerreißt und alles gibt.“ Einige Ausfälle muss der GSV dabei wieder verkraften. Allen voran sind das die Langzeitverletzten Fabian Hastedt, Marcel Haeger, Christian Zeiler, Can Yasar und Ekrem Aksu. Ebenfalls fehlen Michael Schuster (verletzt) und Kevin Sonneveld (krank).

Beim angeschlagenen Spielmacher Luis Gizinski ist noch fraglich, ob er dabei sein kann. Mit seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit beim Fichte-Spiel, kam etwas mehr Schwung in die GSV-Aktionen. Ob mit oder ohne Gizinski – Trainer Schikofsky betont: „Wir werden zwölf bis 14 Spieler haben, die ich gut bringen kann.“