Fußball: GSV-Frauen verlieren Heimspiel und Hanna Hamdi

Fußball : GSV-Frauen verlieren Heimspiel und Hanna Hamdi

Bei der 1:2 der Moerser Regionalliga-Fußballerinnen gegen Ibbenbüren sieht Hamdi Rot und verletzt sich schwer.

Selten dürften die Fußballerinnen des GSV Moers eine Niederlage so schmerzlich empfunden haben wie das gestrige 1:2 (0:0) gegen Arminia Ibbenbüren. Nach dem Abpfiff des vorletzten Heimspiels der Spielzeit in der Regionalliga West wurden die Fußballschuhe verärgert in die Ecke der Kabine geworfen - und es flossen sogar Tränen.

Ein Spiel für schwache Nerven war es allemal nicht. Eine Woche nach dem 3:1-Sieg gegen Heike Rheine stellte sich mit der Arminia der zweite Abstiegskandidat der Liga am Solimare vor. Allerdings, Ibbenbürens Team dachte gar nicht daran, sich kleinlaut in der eigenen Hälfte zu verstecken. Schon nach wenigen Minuten landete der Ball erstmals im Moerser Netz. Schiri Maik Böhmer hatte allerdings nicht die Abseitsstellung übersehen, die den GSV vor dem frühen Rückstand bewahrte. Bis zur Pause boten sich beiden Seiten schon Chancen zu regulären Treffern. Im Moerser Team ärgerte sich Melanie Krohnen nach ihrem Pfostentreffer, auch Janina Vogt scheiterte nur knapp. Im Tor durfte sich einmal mehr Lisa Klos bewähren, die bei Ibbenbürener Kontern auf der Hut war.

Den ersten Torjubel gab es aber dennoch auf Seiten der Gäste. Kathi Schmalz traf mit einem Flachschuss aus 14 Metern und löste prompt einen Sturmlauf des GSV aus. Krohnen traf ein zweites Mal den Pfosten, ehe Hanna Hamdi zu energisch dem Ball nachsetzte. Das lange Bein der Moerserin traf Arminias Torhüterin Stefanie Kösters böse am Kopf. Hamdi sah dafür die Rote Karte, die sie so recht aber nicht mehr wahrnahm. Der Zusammenprall endete für sie mit einer schweren Knieverletzung. Die Moerserin wurde nach dem Spiel vom Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Zu zehnt fiel dennoch der Ausgleich, als Ann-Katrin Winter aus 25 Metern den Ball in den rechten Winkel schickte. Der Schuss würde auch in der Auswahl des "Tor des Monats" Platz finden.

"Das Spiel hätte auch 5:5 ausgehen können", fasste GSV-Trainer Friedel Baumann das turbulente Treiben auf dem Platz zusammen. Dass der GSV sich noch einen Konter einfing und am Ende vergeblich dem Ausgleich nachjagte, nahm der Trainer auf seine Kappe. "Wir wollten das Spiel gewinnen und uns nicht mit einem Punkt begnügen", sprach er von der falschen Taktik, Mannschaftsführerin Patricia Michalak in den Sturm zu beordern und sie nach dem Ausgleich nicht wieder auf ihren gewohnten Posten in der Abwehr einzusetzen. Das dürfte den Punkt gekostet haben.

(dk)
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