Lokalsport: Glückliches Händchen der Lintforter Trainerin

Lokalsport : Glückliches Händchen der Lintforter Trainerin

Handball, Dritte Liga: Beim 31:24-Erfolg des TuS Lintfort gegen Zweitliga-Absteiger TSG Ober-Eschbach war die junge Niederländerin Harma van Kreij mit elf Treffern die klar auffälligste Spielerin.

Der Start ins neue Jahr ist geglückt: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben nach der Weihnachtspause umgehend den Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein gewannen zu Hause gegen den Zweitliga-Absteiger TSG Ober-Eschbach mit 31:24 (16:12).

Lediglich zu Beginn der Partie geriet der Auftritt des TuS etwas wackelig. Die Gäste nutzten den Lintforter Fehlstart und lagen gleich mehrmals in Front. Die Gastgeberinnen ihrerseits übernahmen zum ersten Mal beim Spielstand von 7:6 in der 14. Spielminute die Führung. Dabei rief das Team seine gewohnte Leistung allerdings lediglich in der Deckung ab. Der Funke sprang nicht gänzlich über. Es waren Kleinigkeiten, die nicht funktionierten und einen besseren Start in die begegnung verhinderten. Aber die Mannschaft kämpfte sich ins Spiel und übernahm zusehends die Initiative.

Der TuS Lintfort erwischte nach der Rückkehr aus der Kabine einen Blitzstart in Durchgang zwei. Eine ganze Reihe erfolgreich abgeschlossener Gegenstoßtore sorgten dafür, dass das Torepolster bis zur 36. Minute auf einen satten 21:14-Vorsprung anwuchs. Doch im Gefühl des sicheren Sieges trat eine totale Flaute ein. Die Angriffe wurden plötzlich ohne Struktur vorgetragen. Die Deckung ließ sich zudem ziemlich oft durch ein einfaches taktisches Mittel der Gäste (Einlaufen der Außen) überrumpeln. Ober-Eschbach war urplötzlich wieder dran (24:25).

TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein musste handeln und nahm wichtige Personalentscheidungen vor. Insbesondere der Torhüterwechsel - Laura Graef kam für Marie Groetelaes - sollte sich in der Folge auszahlen. Auch die Hereinnahme von Angelika Bensch für Spielmacherin Eefje Huijsmann erwies sich als goldrichtige Maßnahme. Beide Spielerinnen setzten wichtige Impulse. Torhüterin Laura Graef hielt den Lintforter Kasten sauber und kassierte bis zum Abpfiff kein einziges Tor mehr. Der TuS fand mit diesem Rückhalt zurück zu seiner zuvor bewiesenen Stärke und Souveränität. Die Mannschaft nahm in den Schlussminuten noch einmal richtig Fahrt auf und distanzierte die Gäste aus Ober-Eschbach bis zur Schlusssirene deutlich.

"Man muss als Trainerin auch mal ein glückliches Händchen bei den Einwechslungen haben", sagte Bettina Grenz-Klein nach Spielschluss. "Die Partie war eigentlich schon gelaufen, leider haben meine Mädels den Faden verloren. Aber trotz dieser unnötigen Schwächephase ist der Sieg absolut verdient." Neben Laura Graef und Angelika Bensch verdiente sich Harma van Kreij ein dickes Sonderlob ihrer Trainerin. Die junge Niederländerin war mit ihren elf Toren gestern nie zu stoppen.

(RP)