Frauenfußball-Regionalliga: Gewinnen wird nun schon zur Pflicht

Frauenfußball-Regionalliga : Gewinnen wird nun schon zur Pflicht

Frauenfußball-Regionalliga: Der GSV Moers und der SV Budberg taumelten zuletzt in Richtung Tabellenende. Doch nun warten mit Bökendorf und Aachen Gegner auf die beiden Teams, die von der Papierform her zu schlagen sind.

Die Regionalliga-Fußballerinnen des GSV Moers und vom SV Budberg treten auf der Stelle. Oder schlimmer noch, beide Teams taumeln dem tiefen Tabellenkeller entgegen. Für den GSV Moers gab es aus den bisherigen vier Punktspielen zuletzt gerade mal einen Zähler beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach II. Danach setzte es drei Niederlagen mit dem 0:2 bei Borussia Bocholt, dem 2:3 gegen die SpVgg. Berghofen sowie dem 1:4 am vergangenen Sonntag bei Alemannia Aachen. Der SV Budberg hat nach neun Spielen lediglich vier Zähler bei einem einzigen Sieg eingefahren. Auch das ist schlichtweg zu wenig.

Beide Mannschaften sollten am kommenden Wochenende also unbedingt Punkte sammeln – möglichst jeweils deren drei. Beide Mannschaften spielen zu Hause. Beide Mannschaften empfangen am Sonntag, 13 Uhr, Gegner, gegen die sie gewinnen können.

Negativserie beim GSV Moers: Seine Negativserie muss der GSV um Trainer Hasan Gören nun unbedingt am Sonntag gegen den SV Bökendorf beenden. Denn bereits jetzt sind die Moerserinnen mit ihren fünf Zählern auf den elften Tabellenplatz abgerutscht. „Bökendorf liegt noch hinter uns in der Tabelle. Deshalb müssen wir den Sieg einfahren. Das ist einfach Pflicht“, erklärt Gören diese Partie zum vielleicht wichtigsten Saisonspiel. „Sollten wir auch das verlieren, dann wird es ganz schwer, die Liga zu halten.“ Doch der Moerser Coach vertraut auf die Heimstärke seiner Mannschaft: „Bisher haben wir zu Hause immer gute Leistungen gezeigt. Wenn wir daran anknüpfen können, dann werden wir auch gewinnen.“

Der SV Bökendorf, dessen Spiel am vergangenen Sonntag gegen den VfL Bochum aufgrund der schlechten Platzverhältnisse ausgefallen ist, und der auch noch die Partie gegen den 1. FFC Recklinghausen nachholen muss, hat noch keinen Sieg eingefahren.

Die vier Zähler resultieren aus den vier Unentschieden beim SV Menden (3:3), gegen die SpVgg. Berghofen (3:3), bei Alemannia Aachen (1:1) und gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal (0:0).

Hasan Gören muss neben Steffi Frings wegen ihres Kahnbeinbruchs nun auch für längere Zeit auf Lisa Mölders verzichten. Aber aus erfreulicheren Gründen. Sie erwartet Nachwuchs. „Nach dem Aachen-Spiel plane ich schon, die Anfangsformation auf ein oder zwei Positionen zu verändern“, so Gören weiter. „Doch dazu warte ich die letzte Trainingseinheit am Freitag noch ab, bevor ich mich endgültig entscheide“.

Erst vier Punkte auf der Habenseite: Im Lager des SV Budberg sind die vier Zähler zum jetzigen Zeitpunkt weit von den erhofften Zielsetzungen entfernt. Und da im schlimmsten Fall bis zu sechs Mannschaften absteigen können, wird der Abstand zum rettenden Ufer von Woche zu Woche größer. Deshalb wäre es wichtig, wenn dem Team von Trainer Jürgen Raab am Sonntag gegen Alemannia Aachen der zweite „Dreier“ der Saison gelingt.

„Dann hätten wir Aachen wieder in Reichweite und wären nur noch zwei Punkte von der Alemannia entfernt“, ist diese Partie für Raab ein Schlüsselspiel. „Wir wollen bis zur Winterpause nicht den Anschluss verlieren, deshalb ist ein Sieg auch äußerst wichtig. Ein Erfolg würde uns einen Schub für die letzten Spiele des Jahres geben.“

Die Alemannia hatte am vergangenen Sonntag nach einer Durststrecke mit dem 4:1 über den GSV Moers auch erst den zweiten Sieg in dieser Saison eingefahren. Dabei überragte Svenja Streller, die sämtliche vier Tore gegen die „Gräfinnen“ erzielte. „Wir kennen sie, darauf können wir uns einstellen. Svenja Streller ist eine Spielerin, die höherklassig spielen könnte“, weiß Raab zu berichten. „Wir sind also gewarnt.“ Was die Aufgabe nicht leichter machen wird, denn die Alemannia hat durch diesen Sieg Selbstbewusstsein getankt und ist nun Neunter mit neun Punkten.

Personell hat Jürgen Raab kaum Sorgen. Lediglich auf Jülide Mirvan muss er verzichten, die sich derzeit im Urlaub befindet. „Zuletzt hat das mit zwei Spitzen gut geklappt“, so Raab abschließend. „Deshalb ist dies auch eine Option für das Aachen-Spiel.“

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