Lokalsport: Gemmer will FSV nichts schenken

Lokalsport : Gemmer will FSV nichts schenken

In seinem vorerst letzten Landesligaspiel trifft das Team auf den FSV Duisburg.

Zum Zünglein an der Waage könnte der SV Schwafheim (18. Platz, 21 Punkte) in seinem vorerst letzten Spiel in der Fußball-Landesliga werden. Zu Gast ist am Sonntag um 15 Uhr der FSV Duisburg (2., 65). Die Duisburger wollen Rang zwei verteidigen und so den direkten Aufstieg in die Oberliga sichern. Einen überraschenden Punktverlust bei den schon abgestiegenen Schwafheimern darf sich der FSV nicht erlauben. Punktgleich mit dem Tabellendritten SF Niederwenigern geht der Schwafheimer Gegner in den letzten Spieltag, jedoch mit um das mit drei Tore besseren Torverhältnis. Die Favoritenrolle ist somit klar beim Gast. Schwafheim ist als Tabellenletzter und Absteiger krasser Außenseiter.

Erschwerend kommt für die Schwafheimer die angespannte personelle Lage hinzu. "Wir gehen auf dem Zahnfleisch", klagt Trainer Ralf Gemmer. Bereits am vergangenen Wochenende hatte er beim Auswärtsspiel in Klosterhardt nur eine Rumpfelf auf das Spielfeld schicken können. Enttäuscht war er von mehreren Spielern, die die Mannschaft nach dem feststehenden Abstieg im Stich ließen. Negativ sei vor allem Mertkan Ünlü aufgefallen: "Er ist einfach nicht zu unserem Spiel gekommen, war aber zeitgleich das Spiel von Genc Osman Duisburg schauen." Auch Asri Bajrami und Tim Halver seien abgetaucht. Hinzu kommt eine Reihe von Ausfällen. Besnik Saljiji ist rotgesperrt. Lars Dickmann ist verletzt. Kevin Bodden fehlt aus privaten Gründen. Zudem ist Adrien Lachenicht nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Klosterhardt fraglich.

Bereits geschlagen geben wollen sich die Schwafheimer aber nicht. "Die Jungs wissen, um was es geht und werden das Spiel nicht abschenken", bekräftigt Gemmer und fügt an: "Viele Spieler wollen einen vernünftigen Abschluss." Exemplarisch führt er einen "gestandenen Spieler wie Stephan Schindler" an, oder Meik Bodden nach vielen erfolgreichen Jahren beim SVS. "Umso schöner wäre es, wenn wir da in der Meisterschaftsentscheidung noch ein Wörtchen mitreden können", so Gemmer. Gemmer persönlich hat eine besondere Motivation und das nicht nur, weil es auch für ihn das letzte Spiel vor seinem Wechsel zum TuS Mündelheim ist. "Ich war ja auch mal beim FSV Duisburg Trainer", erinnert sich Gemmer: "Ich hatte die Aufgabe, nicht abzusteigen und wurde auf Tabellenplatz drei stehend entlassen. Von daher schenke ich gegen den FSV ungern etwas ab."

(woja)
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