Fußball: Timo Jogsch zu den Zielen des FC Neukirchen-Vluyn

FC Neukirchen-Vluyn : „Die Jugendarbeit ist für den Vorstand das höchste Gut“

Seit einigen Monaten steht der 49-Jährige an der Spitze des FC Neukirchen-Vluyn. Er hofft auf den Bau von zwei Kunstrasen-Plätzen.

An der Spitze des neu gegründeten FC Neukirchen-Vluyn steht ein 49-jähriger Familienvater, der als Netzwerk-Administrator sein Geld verdient. Timo Jogsch hat mit seinem Vorstandsteam noch einiges vor. Im Februar dieses Jahres wurde er auf der Gründungsversammlung gewählt.

Warum war der Zusammenschluss der Nachbarvereine unabdingbar?

Timo Jogsch Beide Vereine mit ihren großen Fußball-Abteilungen hätten nicht in Zeiten des demografischen Wandels und den nahezu unendlichen Freizeitangeboten dauerhaft erfolgreich arbeiten können. Die Mitgliederzahlen waren in den vergangenen Jahren rückläufig. Der Konkurrenz durch moderne Sportstätten in unseren Nachbarstädten können wir nur durch eine Bündelung unserer sportlichen Kräfte und durch ein gemeinsames Auftreten gegenüber den Verantwortlichen unserer Stadt begegnen.

Gab’s viele Austritte im Vorfeld der Fusion?

Jogsch Es gab keine nennenswerten Abmeldungen aufgrund der Zusammenführung. Spieler, die gegangen sind, wollten ohnehin eine Veränderung.

Wie stellt sich der FC-Vorstand die Zukunft vor?

Jogsch Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt an den Verein zu binden. Jeder soll beim FC eine sportliche Heimat finden – unabhängig von Talent und Ehrgeiz. Wir sind stolz, dass wir von der A- bis zur D-Jugend in der Leistungsklasse vertreten sind. Zwei Kunstrasen-Plätze, wie von der Verwaltung geplant, würden uns die Arbeit natürlich erleichtern.

Wie wichtig ist denn die Jugendarbeit. Und welche Aktionen sind geplant?

Jogsch Die Jugendarbeit ist für den Vorstand das höchste Gut. Wir wollen unsere Spielerinnen und Spieler über Jahre am Standort Neukirchen-Vluyn halten – von den Bambini bis zu den Alten Herren. Wir haben vor gut zwei Jahren nicht ohne Grund den Jugendförderverein gegründet, um schon einmal unsere Kräfte zu bündeln. Dies war die Vorstufe und Grundlage für den heutigen Verein. Wir wollen, dass unsere Spieler einen engen Bezug zum Club haben. Dann profitiert auch die erste Senioren-Mannschaft davon. Wir schauen da gerne nach Budberg. Der SVB hat vieles richtig gemacht.

Soll der FC ein Ein-Sparten-Verein bleiben oder könnte es weitere Abteilungen geben?

Jogsch Wir bieten nur Fußball an. Vielleicht kommt einmal Futsal dazu, aber wir möchten auf keinen Fall als Konkurrenzverein gegenüber anderen Vereinen in unserer Stadt auftreten. Wer Handball oder Schwimmen möchte, geht zum SV Neukirchen. Und es gibt weitere Sportvereine, die tolle Arbeit in ihrer Sportart leisten. Wir bleiben dem Fußball treu. Das haben wir versprochen, und dazu werden wir stehen. Mit bisher 23 gemeldeten Mannschaften und rund 400 Mitgliedern stellen wir uns gerade auf.

Was soll den neuen Verein mal auszeichnen?

Jogsch Ehrlichkeit, familiäre Atmosphäre, ausgezeichnete Jugendarbeit. Es soll Spaß machen, bei uns zu spielen. Die Ehrenamtler und Übungsleiter sollen mit Freude bei der Sache sein.

Und wo spielt die erste Fußball-Mannschaft des FC Neukirchen-Vluyn in fünf Jahren?

Jogsch Unser Ziel ist die Bezirksliga. Wir werden aber nichts überstürzen und wollen unsere Mannschaft in Ruhe mit den Nachwuchsspielern aufbauen. Uns ist es wichtiger, uns über Jahre in den oberen Ligen im Kreis festzuspielen, als ein kurzzeitiger Aufstieg und Wiederabstieg. In der kommenden Saison wird’s mit neuen Spielern und einem neuen Trainer ohnehin schwierig genug. Hier ist das oberste Ziel der Klassenerhalt.

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