Fußball: Hrvoje Vlaovic neuer Trainer des FSV Duisburg

Fußball : Perfekt: Hrvoje Vlaovic trainiert den FSV Duisburg

Der neue Übungsleiter des Oberligisten war lange Zeit beim GSV Moers tätig. Weitere Neuzugänge stehen fest. Daniel Bertram schließt sich dem SSV Buer an. Der Neuling beginnt am Samstag mit der Vorbereitung auf die Saison.

Bereits am heutigen Samstag bittet der Coach des FSV Duisburg sein Team zum Trainingsauftakt aufs Feld. Wer das ist, steht nun auch offiziell fest: „Unser neuer Trainer heißt Hrvoje Vlaovic“, sagte Denis Tahirovic, der Sportliche Leiter des Aufsteigers in die Fußball-Oberliga. Er bestätigte damit die kursierende Meldung, dass der Kroate die Verantwortung an der Warbruckstraße übernimmt.

„Wir wollten einen jungen Trainer, der hungrig ist und noch Ziele hat“, nennt Tahirovic die Gründe für die Wahl des Oberliga-Neulings. „Ich denke, der FSV Duisburg ist für ihn der richtige Verein. Er passt in unser Profil.“ Obwohl Vlaovic erst 37 Jahre alt ist, hat er durchaus Erfahrung. 2012 übernahm er beim GSV Moers die A-Junioren und war ab 2014 für die erste Mannschaft der Grafschafter verantwortlich. Ohnehin der GSV: Seit 2010 waren die Moerser sein Verein, wenngleich mit Unterbrechungen. Die Saison 2011/12 begann Vlaovic als Spieler beim SV Hönnepel-Niedermörmter, ging im Winter zurück zum GSV. Er lief dann in der Spielzeit 2012/13 für den Duisburger SV 1900 auf, ehe es ihn abermals nach Moers zurückzog, wo er dann auch blieb.

Auch als er das Traineramt übernommen hatte, lief Vlaovic immer mal wieder für den GSV auf. „Das war eine lange und sehr schöne Zeit. Auch wenn es Hochs und Tiefs gab“, sagt Vlaovic. Der Grund für seinen Wechsel? „Der FSV hat angefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, sagt der Kroate, der einst für den MSV II spielte, aber auch in Sprockhövel, Verl, Gütersloh, Bayreuth, Hof und Schweinfurt. „Ein Team in der Oberliga zu trainieren, ist eine schöne Aufgabe. Da ist viel machbar.“

Klar ist aber auch, dass viel auf ihn zukommt. „Das Gesicht der Mannschaft verändert sich. Es geht darum, dass wir uns alle kennenlernen und zusammenwachsen“, sagt Vlaovic. „Die Qualität der Einzelspieler ist da, aber das allein ist noch keine Erfolgsgarantie“, sagte der neue FSV-Coach und erinnert sich an seine Zeit als Spieler beim FC Gütersloh in der Oberliga Westfalen. „Damals hat uns jeder als Meister getippt. Am Ende waren wir Vierzehnter.“ Der frühe Trainingsstart ist daher ein Gewinn. Denn Vlaovic ist auch niemand, der „sein“ System einem für ihn neuen Team überstülpen will. „Ich muss erst einmal sehen, was die Mannschaft spielen kann. Und dann werde ich Ideen dafür haben, wie wir spielen können.“

Bislang sind nur drei Testpartien geplant – am 8. Juli (15.30 Uhr) beim Vogelheimer SV, am 22. Juli (15 Uhr) beim FC Kray sowie am 29. Juli (15.30 Uhr) zu Hause gegen den SV Scherpenberg. Zudem steht am 5. August das Erstrundenspiel im Niederrheinpokal an. „Es bringt nichts, gegen unterklassige Mannschaften zu spielen. Was bringt ein 10:0, wenn wir in der Defensive nicht gefordert werden?“ Daher setzt Vlaovic auf akribische Trainingsarbeit. So ist für die Zeit vom 13. bis zum 15. Juli an einem noch nicht festgelegten Ort ein Trainingslager geplant. „Wir müssen uns kennenlernen. Natürlich auch persönlich, aber vor allem auf dem Platz.“

Noch ist die Arbeit von Sportchef Denis Tahirovic nicht beendet, aber einige Neuzugänge und weitere Vertragsverlängerungen stehen fest. So werden Boran Sezen, Alison Rafael Leite dos Santos, Hüseyin Rasitoglou, Nasrullah Dedemen, Emir Alic und Jannik Hinsenkamp sicher bleiben. Zudem steht der aus dem Nachwuchs des 1. FC Köln stammende Bosnier Ajdin Mehinovic, der zuletzt für den SV Straelen spielte, vor der Unterschrift. Das gilt auch für Stürmer Ismail Öztürk vom 1. FC Bocholt, der einst im Nachwuchs und in der zweiten Mannschaft des MSV kickte, aber auch für die Junioren aus Essen und Schalke spielte. Bereits sicher dabei ist – neben den bereits bekannten Neuzugängen Eric Yahkem (Schwarz-Weiß Essen) und Seiya Nakayama (Duisburger SV 1900) – Atsushi Kanahashi. Der japanische Angreifer spielte zuletzt für den FSV Vohwinkel, für den er in der Oberliga zehnmal traf. Mohamed Cheick Doumbouya kommt aus dem Nachwuchs von Wattenscheid 09, Maximilian Paleka aus der eigenen A-Jugend. Ein weiterer Abgang steht fest: Daniel Bertram geht zum SSV Buer.