Fußball: Große Veränderungen nach der Fusion beim FC Neukirchen-Vluyn

Fußball : Vieles neu beim FC Neukirchen-Vluyn

In kürzester Zeit musste eine Mannschaft für die Kreisliga A auf die Beine gestellt werden. Anel Pedljic ist der Trainer des Teams. Der Fusions-Club stellt bei den Senioren fünf weitere Teams.

Das kann sich sehen lassen: Mit sechs Senioren-Mannschafen wird der neu gegründete FC Neukirchen-Vluyn in die Saison 2018/19 gehen. Neben den Alten Herren und zwei Frauen-Teams kämpfen ab August drei Männer-Mannschaften um Punkte, sauber aufgeteilt in Kreisliga C, B und A. Vor allem für die A-Liga-Fußballer brachte die Fusion große Veränderungen mit sich.

Zahlreiche Spieler, die in der vergangenen Saison noch für die Preußen aufliefen, haben sich abgemeldet. Einige, weil sich die Karriere dem Ende zuneigt, viele aber auch, weil sie den neuen Weg nicht mitgehen wollten. Zudem wurde erst sehr spät klar, wie die Trainerfrage gelöst werden würde. Und so ist die Frage nach der bisher größten Herausforderung für Coach Anel Pedljic schnell beantwortet: „Das war ganz eindeutig, in so kurzer Zeit eine fast komplett neue Mannschaft auf die Beine zu stellen.“ Dieses Team steht nun und hat in den ersten beiden Testspielen des Sommers zwei deutliche Niederlagen gegen Bezirksligisten hinnehmen müssen.

Pedljic ist aber optimistisch, mit seinem Kader auf dem richtigen Weg zu sein. „Ich glaube, wir haben eine gute Mischung gefunden. Es sind einige erfahrene Spieler dabei, aber auch viele junge, die unsere Zukunft sein sollen“, so der Trainer. Ganz ähnlich sieht das der Sportliche Leiter, Klaus Osthöver, der mit großer Begeisterung vom neuen Projekt spricht. „Es ist viel ganz anders, aber positiv anders“, sagt er und berichtet von „intensiver Arbeit“, die ihm „wahnsinnig viel Spaß“ macht. Er sieht den Verein auch im Senioren-Bereich auf dem richtigen Weg und für die Zukunft gut aufgestellt.

„Wir wollen der Jugend eine Perspektive geben. Ich glaube, dass dies bei uns bestens der Fall ist“, so Osthöver, der seit vielen Jahren die Fusion der Vereine im Blick hatte. „Im Jugend-Bereich ist es für die Kinder völlig normal, dass sie nicht für Neukirchen oder für Vluyn spielen. Hier hat die Arbeit bereits wunderbar gefruchtet“, freut er sich. Insgesamt habe es nicht viele Abmeldungen gegeben, was Klaus Osthöver als „ein tolles Zeichen“ wertet. Aber auch ihm ist natürlich nicht verborgen geblieben, dass der Zusammenschluss der A-Liga-Mannschaft nicht so gut angekommen ist. Daher werden im Hinblick auf die kommende Saison kleine Brötchen gebacken.

„Die Frage nach unseren Zielen ist eine heikle. Wir wissen ja noch nicht so recht, wo wir stehen. In der ersten Mannschaft hat ein großer Umbruch stattgefunden.“ In dieser Saison wird es für das Team daher zunächst um den Klassenerhalt gehen, da sind sich der Sportliche Leiter und Trainer einig. „Unsere oberstes Ziel ist es, in der Kreisliga A zu bleiben. Was die weitere Zukunft bringt, wird man sehen“, meint der Coach. Wohin der Weg für die „Erste“ führt, wird zentral vom unmittelbaren Erfolg des Projektes FC Neukirchen-Vluyn abhängen. Gelingt es den Veranwortlichen, das Team in der A-Liga zu etablieren, können in der weiteren Zukunft vielleicht auch höhere Ziele angestrebt werden.

„Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft zusammen. Die Jungs sind willig und charakterlich passt alles. Wir sind schon zu einer echten Einheit geworden“, lobt Trainer Anel Pedljic. Mit „deutlich mehr Zeit“ möchte er in den kommenden Monaten versuchen, das Konstrukt weiter zu verbessern und zu verfeinern, um eine feste Größe in der Kreisliga A zu werden. „Und vielleicht“, so hofft Klaus Osthöver, „wird dann ja auch irgendwann einmal der Aufstieg in die Bezirksliga ein Thema für uns.“

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter und steiniger Weg, auf dem immer die Gefahr besteht, ins Stolpern zu geraten. Doch der Sportliche Leiter geht voller Zuversicht in die erste Saison nach der Fusion. „Wir haben das Fundament gegossen. Und das sieht gut aus. Jetzt geht’s darum, darauf ein schönes Haus zu errichten“, sagt Klaus  Osthöver.