Frauenhandball: TuS Lintfort besiegt Sachsen Zwickau

Handball : Der TuS ist in der Liga angekommen

Frauenhandball, 2. Bundesliga: Gegen den BSV Sachsen Zwickau liefert der Lintforter Aufsteiger eine konzentrierte und mutige Leistung. Das 25:22 trotz schläfriger Anfangsphase beschert dem TuS den zweiten Saisonsieg.

So kann es weiter gehen. Die Handballerinnen des TuS Lintfort sind endgültig in der 2. Bundesliga angekommen. Die Mannschaft schaffte es auch im zweiten Heimspiel, eine konzentrierte und mutige Vorstellung abzuliefern und belohnte sich erneut. Die TuS-Spielerinnen besiegten vor heimischer Kulisse den BSV Sachsen Zwickau verdient mit 25:22 (10:13). Das Team ist mit nunmehr 4:4 Punkten so richtig happy.

Dabei war die Startphase (1:5/5.) alles andere als gelungen. Die TuS-Spielerinnen wirkten schläfrig, still und leise. Gerade im Angriff machten zahlreiche Stockfehler die Runde. Die Mannschaft fand erst allmählich ihren Rhythmus, kreierte dann deutlich mehr Chancen, ließ aber dennoch weiterhin viele Einwurfmöglichkeiten liegen. Naina Klein verletzte sich in dieser Phase am rechten Bein, konnte nicht weiterspielen, musste später sogar ins Krankenhaus. Lintfort schaffte es aber dennoch, Stabilität in die Deckung zu bekommen: Die Mannschaft riss sich zusammen – Becky van Nijf, Inske Kuik und Annefleur Bruggeman standen im Mittelpunkt. Den Gastgeberinnen gelang es bis zum Pausenpfiff, sich ein durchaus noch erträgliches Ergebnis zu erkämpfen.

Nach dem Seitenwechsel hielt der TuS Lintfort in der Verteidigung den Spannungsbogen aufrecht. Das Team rückte dicht zusammen, kämpfte auf einer gemeinschaftlichen Ebene, in der Laura Graef immer mehr in den Brennpunkt des Geschehens rückte. Die junge Torfrau lieferte eine prima Leistung ab.

Es blieb aber weiterhin spannend. Lintfort holte sich in der 51. Minute mit dem 21:20 die erste Führung überhaupt. Die Mannschaft löste nun endgültig den Knoten, war vor allem emotional oben auf. Es lief wie am Schnürchen. Lintfort erzwang in nur wenigen Minuten die Entscheidung (25:20). Zwickau hatte in der Schlussphase überhaupt nichts mehr zuzusetzen, brach ein.

„Es war eine insgesamt gute, gemeinschaftliche Leistung“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach Spielschluss. „Die Deckungsvorstellung zusammen mit unserer richtig starken Torfrau Laura Graef war überragend – in der Angriffsstruktur gab es über weite Strecken hingegen zahlreiche Haken und Ösen.“