Frauenhandball: Lintfort auswärts weiter sieglos.

Handball : TuS Lintfort ist in Beyeröhde chancenlos

Frauen-Handball: Der Zweitligist zieht beim TV Beyeröhde klar den Kürzeren. Die Lintforter Trainerin hätte sich von ihren Spielerinnen in einigen Phasen mehr Biss gewünscht.

Kamp-Lintfort. Für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gibt es auswärts auch weiterhin nichts zu holen. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein zogen auch im dritten Anlauf in dieser Saison den Kürzeren. Das prestigeträchtige Duell beim TV Beyeröhde ging vor gut 250 Zuschauern deutlich mit 24:33 (9:19) verloren. Eine Vorentscheidung war bereits zur Halbzeit gefallen. Der TuS Lintfort finden sich nunmehr mit 4:8 Punkten auf dem Konto im unteren Bereich der Tabelle wieder.

Der Gast vom linken Niederrhein musste lediglich auf Rückraum-Leistungsträgerin Naina Klein verzichten, die in dieser Woche in Köln am Kreuzband operiert wird. Die zweite torgefährliche Rückraumspielerin, Loes Vandewal, die gegen Nürtingen wegen einer Handverletzung passen musste, gab kurz vor dem Spiel in Beyeröhde „grünes Licht“. Aber Inske Kuik war wegen einer Knieblessur nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

Aus TuS-Sicht lief in den ersten 30 Minuten vieles nicht gut. Die Mannschaft zeigte zwar gute Absichten mit einer anfänglichen Aggressivität in der Deckung, doch mit zunehmender Spieldauer ging der Rhythmus verloren. Lintfort „schwamm“ vor allem in der Defensive. Das Team bekam keinen Zugriff mehr. Und der Spitzenverein aus Beyeröhde (11:1 Punkte) machte es ordentlich. Die Gastgeberinnen erzeugten in der Offensive mächtig Geschwindigkeit, waren körperlich stark und hatten schussstarken Rückraumspielerinnen. Lintfort hielt nach dem 8:5 dem Druck nicht mehr Stand, kassierte einfache Gegentore.

Auch im TuS-Angriff waren Probleme unübersehbar. Die Spielerinnen hatten zwar ein Rezept in den Köpfen, um die offensive 6:0-Abwehr des TVB zumindest längerfristig zu ärgern. Aber die Lintforterinnen rieben sich in den Zweikämpfen auf, zogen dabei zu oft den Kürzeren. Die Trefferquote blieb folgerichtig schwach. Beyeröhde trat hingegen immer selbstsicherer und entschlossener auf. Die TuS-Spielerinnen ließen dagegen die Köpfe hängen.

Nach dem Seitenwechsel kam keine Spannung mehr auf. Die Gastgeberinnen schraubten ihr Engagement um einige Prozentpunkte herunter, behielten aber stets den Überblick und hätten zu jedem Zeitpunkt die Zügel wieder anziehen können. Beyeröhde nahm in Hälfte sogar zwei zahlreiche personelle Wechsel vor. Lintfort konnte nun mitspielen, präsentierte sich fortan als würdiger Gegner. Der nun deutlich mutigere Auftritt wurde mit einigen schönen Toren belohnt. In der Abwehr herrschte eine solide Stabilität, auch Torfrau Laura Graef zeigte sich von ihrer guten Seite.

„Wir hatten gegen diesen starken Gegner überhaupt keine Chance“, bilanzierte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Das Spitzenteam aus Beyeröhde war in beiden Mannschaftsteilen schlichtweg besser. Ich hätte mir aber von meinen Spielerinnen in einigen Phasen mehr Biss gewünscht.“

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