Frauenhandball, 2. Liga: Lintfort bietet Bären phasenweise Paroli

Handball : Zwischenspurt – und der TuS ist abgeschüttelt

Frauenhandball, 2. Liga: Lintfort bietet phasenweise den Kurpfalz Bären Paroli. Am Ende aber gewinnt der Tabellenführer recht locker.

Für den TuS Lintfort gab es zum Rückrundenstart erwartungsgemäß nichts zu holen: Die Zweitliga-Handballerinnen unterlagen gestern Nachmittag in heimischer Halle dem Tabellenführer, die Kurpfalz Bären, auch in der Höhe verdient mit 25:33 (11:16). Die Gäste aus der Pfalz bringen schon eine höhere Qualität auf die „Platte“ als so manch anderer Verein aus der Liga. Aber Lintfort leistete seinen Beitrag dazu, dass zumindest die Anfangsphase eine hohe Intensität aufwies.

Die TuS-Spielerinnen präsentierten sich gerade in der Verteidigung sehr aggressiv und lauffreudig, rannten ihre Gegenspielerinnen immer wieder intensiv an. Der Tabellenführer hatte daher leichte Startprobleme. Lintfort war zudem bemüht, im Angriff die nötige Struktur zu halten. Der 5:5-Zwischenstand ging bis dahin auch in Ordnung.

Dann allerdings passierte es ziemlich schnell. Die Gäste bündelten innerhalb kürzester Zeit die Kräfte, legten einen bemerenswerten Zwischenspurt aufs Parkett und schraubten ihr Engagement in die Höhe. Von jeder Position übten sie nun gehörigen Druck aus. Zudem hatten die Würfe eine hohe Qualität. Vor allem Saskia Fackel auf der rechten Seite verfügt über einen unglaublichen „Zug im Arm“.

Die Kurpfalz Bären legten eine Schippe drauf und zogen somit leicht und locker in kurzer Zeit auf 12:6 davon. Auch in deren offensiven 3:2:1-Deckung waren die Aufgaben klar verteilt, mit guten Zuordnungen und aggressiv geführten Zweikämpfen.

Lintfort startete in Durchgang zwei erneut nicht schlecht. Die Mannschaft schaffte es, wiederum sehr engagiert in Erscheinung zu treten. Die Deckung präsentierte sich einmal mehr motiviert, arbeitete wieder aktiv gegen die Gegenspielerinnen. Ein Manko war allerdings die recht schwache Trefferquote. Die Gastgeberinnen ließen gleich mehrfach beste Möglichkeiten aus.

Große Spannung kam in der Schlussphase allerdings nicht mehr auf. Die Kurpfalz Bären wurden ihrer Favoritenrolle absolut gerecht und holten sich somit einen verdienten Sieg.

„Wir haben gegen das derzeit stärkste Team der Liga natürlich verdient verloren“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Schlusspfiff. „Meine Mädels sind aber viel gerannt und haben viel in das Spiel investiert. Gefallen hat mir vor allem der läuferische Einsatz.“

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