Frauenhandball, 2. Bundesliga: TuS Lintfort verliert deutlich in Mainz

Handball : 25:36 – zwei TuS-Eckpfeiler fehlen

Frauen-Handball: Zweitligist Lintfort war dem FSV Mainz im Rückspiel in allen Belangen unterlegen.

Das war zu befürchten. Die Galavorstellung in der Eyller-Sporthalle am zweiten Spieltag der Zweitliga-Saison hat bei den Mainzerinnen Spuren hinterlassen. Die Handballerinnen des TuS Lintfort hatten den Favoriten mit einer exzellenten Leistung mit 37:34 überraschend in die Knie gezwungen. Jetzt stand das Rückspiel an – unter anderen Vorzeichen. Die Spielerinnen des 1. FSV Mainz 05 brannten auf eine Revanche und konnten die Schlappe von damals tatsächlich korrigieren. Sie schickten die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein mit einer 25:36 (12:18)-Klatsche auf die Heimreise.

Der TuS trat ohne zwei wichtige Eckpfeiler der Mannschaft an: Kreisläuferin Tatjana van den Broek fiel kurzfristig wegen eines grippalen Infektes aus, Rückraumspielerin Annefleur Bruggeman musste aufgrund ihres Zweifachspielrechtes für den Bundesligisten Bayer Leverkusen antreten. Die Gäste hatten so von Beginn an einen schweren Stand. Gerade in der Deckung traten Defizite zum Vorschein. In der zunächst defensiven 6:0-Abwehr klemmte das Zusammenspiel, und die Absprachen verpufften. Mainz konnte vor allem aus dem Rückraum – und dort überwiegend von der rechten Seite – Druck ausüben. Die TuS-Spielerinnen waren nicht wachsam genug und ließen sich immer wieder einfache Tore einschenken.

Mainz, deren Stärken ohnehin in der Offensive liegen, hatte leichtes Spiel und setzte sich in souveräner Manier schnell ab (11:4/17:8). Lintfort ließ zudem die Kompaktheit im Angriff vermissen. Den Spielerinnen fehlte die zündende Idee, um mehr Torgefahr auszustrahlen. Viele Aktionen misslangen, zudem haperte es an der Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Die Mannschaft musste für die wenigen Treffer hart kämpfen.

Die Gäste konnten aber nach dem Seitenwechsel durchaus nochmals an der Motivationsschraube drehen. Doch die erhoffte Aufholjagd blieb aus. Die Partie verlief nun über einen längeren Zeitraum allerdings ausgeglichener und spannender. Die fortan offensiv praktizierte 6:0-Abwehr stand dabei gar nicht so schlecht, „klaute“ der Mainzer Mannschaft gleich einige Bälle. Aber die TuS-Spielerinnen konnten sich für diesen Aufwand nicht belohnen, setzten nach Ballgewinnen die folgenden drei Gegenstöße allesamt an den Pfosten.

Mainz hatte in der Schlussphase alles wieder unter Kontrolle, brachte den doppelten Punktgewinn sicher in trockene Tücher – gegen eine TuS-Mannschaft, der die Kräfte ausgingen. „Für meine Mädchen war gegen stark und dynamisch auftretende Mainzerinnen nichts zu holen“, sagte Grenz-Klein. „Wir hatten unsere Probleme in der Deckung, uns gegen diesen Gegner zu positionieren. Wir konnten zudem im Angriff zu wenig Druck erzeugen.“

Tore: Vandewal (9/4), Legermann (5), Dings, van Hulten, van Nijf (je 3), Lambertz, Ueffing.

Mehr von RP ONLINE