Frauen-Handball: TuS Lintfort verliert gegen HL Buchholz-Rosengarten

Niederlage gegen den Tabellenführer : TuS Lintfort lässt nach der Pause nach

Die Zweitliga-Handballerinnen boten dem Spitzenreiter in der ersten Hälfte Paroli, bauten aber ab und verloren mit 27:37.

Auch wenn es zwischenzeitlich zumindest ein wenig nach Überraschung roch – die Realität bahnte sich gnadenlos ihren Weg und ließ letztendlich keine zwei Meinungen zu. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort unterlagen in der Eyller-Sporthalle dem Tabellenführer HL Buchholz-Rosengarten mit 27:37 (12:16). Das Ergebnis ging auch in der Höhe in Ordnung.

Aus TuS-Sicht gestaltete sich die Startphase äußerst positiv. Die Mannschaft begann mutig, entfachte viel Kampfgeist. Diese aggressive und vor allem aktive Einstellung kam überwiegend in der Abwehr zum Tragen. Rosengarten hatte mit so viel Energie seitens des Gegners wohl nicht gerechnet. Der Tabellenführer wirkte in den ersten 20 Minuten ein wenig irritiert, patzte einige Male im Spielaufbau oder warf zu unplatziert. Lintfort wurde in seinem Auftritt zusehends sicherer. Vorne lief der Ball flott, die Abläufe griffen. Die defensiv ausgerichtete Gäste-Deckung schwamm mehrmals.

Doch die TuS-Spielerinnen offenbarten ein großes Manko: Reihenweise wurden beste Torchancen fahrlässig ausgelassen. Ob beispielsweise Eva Legermann oder Becky van Nijf – Lintfort verwarf von allen Positionen, hätte bei einem abgeklärteren und entschlosseneren Auftritt den lange Zeit ausgeglichenen Toreverlauf (9:10/23.) eindeutig positiver zu seinen Gunsten gestalten können. So waren es die Gäste, die das Ergebnis bis zum Seitenwechsel ausbauten.

In den zweiten 30 Minuten ging’s dann ziemlich fix: Der Spitzenreiter machte ernst und packte seine Qualitäten aus. Der Gast überzeugte mit druckvollem Offensivspiel. Gerade die Spielerinnen aus dem Rückraum drehten mächtig auf. Der TuS Lintfort fand nicht mehr wirklich statt. Den Spielerinnen fehlten die Körpersprache und die Einstellung. Je deutlicher der Rückstand wurde, um so tiefer hingen die Köpfe. Die Deckungsumstellung auf eine offensive 5:1-Variante verpuffte schnell, Rosengarten ließ sich von dieser Maßnahme nicht mehr aus dem Konzept bringen.

„Nach unserem guten und ansehnlichen Auftritt in Halbzeit eins ging es mir nach dem Seitenwechsel viel zu schnell“, betonte Trainerin Bettina Grenz-Klein. Sie schloss ihr Resümee wir folgt ab: „Wir haben alle klaren Vorsätze unnötig über Bord geworfen und nicht mehr gut gespielt.“

Tore: Vandewal (9/4), Isaksen (5/1), Dings, Lambertz, van Hulten (je 3), Legermann, van den Broek, Bruggemann, Ueffing.

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