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Fußball: Fischeln eine Nummer zu groß für GSV

Fußball : Fischeln eine Nummer zu groß für GSV

Der Moerser Fußball-Landesligist verliert sein letztes Heimspiel des Jahres mit 1:2 gegen den Tabelenzweiten. Der Treffer von Türköz kommt zu spät, um der Partie gegen den Moerser Ex-Trainer Chefi noch eine Wende zu geben.

Mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den Tabellenzweiten VfR Fischeln verabschiedete sich der Fußball-Landesligist GSV Moers gestern von seinem heimischen Anhang. Dass es gegen die Elf des Moerser Ex-Trainers Josef Cherfi nicht mehr geworden ist, haben die gestern wieder in Gelb und Schwarz gekleideten Moerser ihrer mangelnden Chancenauswertung zuzuschreiben, aber auch wieder zwei schwerwiegenden Fehlern in der Hintermannschaft, die brutal von den Gästen aus dem Krefelder Süden ausgenutzt wurden. Der Moerser Anhang wollte die Niederlage nicht wahr haben und hatte schnell im Schiedsrichter-Assistenten einen Schuldigen gefunden.

Der hob nämlich nach 65 Minuten die Fahne, als der Moerser Baran Özcan den Ball nach einer Rechtsflanke annahm und direkt einschoss, wobei er seinen Gegenspieler ein wenig bei Seite geschob en hatte. Auch nach Rückfrage des Schiedsrichters blieb der Assistent bei seiner Meinung, dass Özcan im Abseits gestanden haben soll. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 1:0.

Die Moerser begannen die Partie ordentlich und hatten durch Abdelaziz Zenzoul ihre große Chance. Nach einem verunglückten Abstoß von Gäste-Torhüter Özcelik landete der Ball beim Mittelfeld-Routinier, der sofort schoss. Nur durch einen wagemutigen Sprung im Zurückhechten entschärfte Fischelns Torhüter das Geschoss des GSV-Oldies. Doch mit zunehmender Spieldauer verflachte das Moerser Spiel. Fischeln übernahm die Regie, wobei die Gäste in puncto Einsatz und Technik den Moersern weit vorauslagen. In der 29. Minute reihte sich bei der Moerser Hintermannschaft Fehler an Fehler. Und am Ende dieser Kette stand das 1:0 der Gäste, wobei Matthäus Al Fartwsi keine Schuld traf. Der Moerser Schlussmann, der gegen den Tabellenzweiten sein erstes Punktspiel zwischen den Pfosten des GSV-Tors absolvierte, war jedoch Ausgangspunkt des zweiten Gäste-Treffers. Nach einem viel zu lasch geschlagenen Abstoß der Moerser Nummer eins landete die weiße Lederkugel bei einem Fischelner Spieler. Dann ging es ganz schnell, zu schnell für die Moerser Hintermannschaft – und zum zweiten Mal hatte es eingeschlagen

Erst in den Schlussminuten gelang dem eingewechselten Adem Türköz der Moerser Ehrentreffer. Es folgte eine spannende Schlussphase, die für Gäste-Akteur Jan Siebe schmerzhaft endete. Er schied nämlich mit einem Nasenbeinbruch aus. "Wir waren bestimmt nicht schlechter als Fischeln, ich bin mit der Einsatzbereitschaft meiner Mannschaft zufrieden", befand der Moerser Trainer Erdem Onat. Gemeinsam mit seinem Fischelner Trainerkollegen Josef Cherfi entschwand der Moerser Übungsleiter in Richtung der Kabinen.

(js)