Filmriss im Heimspiel: Lintfort hadert mit der Trefferquote

Frauen-Handball : Filmriss im Heimspiel: Lintfort hadert mit der Trefferquote

Der Zweitligist unterlag nach einer guten Startphase den Füchsen aus Berlin mit 22:28.

Dem kleinen Höhenflug mit zuletzt zwei Auswärtssiegen in Serie folgte ausgerechnet vor heimischer Kulisse eine schmerzliche Niederlage. Den Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort fehlte es an Stabilität, so dass die Partie gegen die Füchse aus Berlin mit 22:28 (8:13) verloren ging.

Lintfort zeigte zunächst gewohnt großes Engagement. Die Defensive fand schnell die Betriebstemperatur, im Angriff herrschte eine ordentliche Geschwindigkeit. Berlin hatte so seine Mühen, seinen Rhythmus zu finden. Bei den Gästen, die mit personellen Sorgen angereist waren, wirkte die Spielanlage in der Startphase ziemlich unrund. Die TuS-Spielerinnen waren gefühlt immer einen Schritt voraus. Es schien nur eine Frage der Zeit, wann der Torevorsprung (3:2/7:6) deutlicher ausfallen sollte.

Aber es kam ganz anders. Lintfort wurde zunehmend unsicherer. Der Hauptgrund war ein dürftiger Offensivauftritt. Die Spielerinnen erlaubten sich zahlreiche Schnitzer im technischen Bereich wie bei der Passqualität. Aber das größte Übel lag in der Trefferquote. Der TuS ging mit den kostbaren Chancen viel zu sorglos um. Die Lintforterinnen wurden daraufhin immer nervöser, verloren ihre spielerische Linie komplett. Die Gäste witterten Morgenluft, tankten Selbstbewusstsein und drehten den Spieß noch bis zum Pausenpfiff um.

Aus TuS-Sicht blieben die zweiten 30 Minuten weiter zum Vergessen. Die Mannschaft fand kein probates Mittel, um sich aus der Misere zu befreien. Der Auftritt blieb schwach und über weite Teile uninspiriert. Berlin hingegen sorgte schnell für klare Verhältnisse. Das Team agierte weiter mit einer gewissen Lockerheit – den Spielerinnen ging im sicheren Gefühl des Sieges (22:12/42.) vieles leicht von der Hand.

Der Gast nutzte die „Bühne“ in Lintfort zum Schaulaufen, nahm in der Schlussphase mehrere Gänge raus, so dass Lintfort zumindest noch Ergebniskosmetik betreiben konnte.

„Die Start- und die Schlussphase waren in Ordnung – zwischendurch hatten meine Spielerinnen einen Filmriss“, sagte Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Uns sind ziemlich viele schlimme Patzer unterlaufen. Die haben uns auch moralisch runtergezogen.“ Tore: Vandewal, Klein, Legermann (je 4), van Nijf, Willing (je 3), Henschel (2), Norup Isaksen, Lambertz.

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