Fußball: Fichtes erstes Spiel unter neuem Coach

Fußball : Fichtes erstes Spiel unter neuem Coach

Nach der Entlassung von Trainer Hartmut Scholz hat Nachfolger Dietmar Heydrich an einigen Stellschrauben gedreht, um den Fußball-Landesligisten in die Erfolgsspur zu bringen. Morgen ist der Rheydter SV an der Franzstraße zu Gast.

Eine neue Zeitrechnung hat beim Fußball-Landesligisten TuS Fichte Lintfort nach dem Trainerwechsel von Hartmut Scholz zu Dietmar Heydrich nicht begonnen. "Dazu hat Scholle hier über die Distanz gesehen einfach zu viel gute Arbeit verrichtet. Ich setze nun etwas andere Schwerpunkte und Akzente bei Dingen, die zuletzt aus dem Ruder gelaufen sind. Allerdings hat jeder Spieler jetzt die Chance, aber auch die Verpflichtung zu zeigen, was er drauf hat", sagt Heydrich nach den ersten Trainingseinheiten. Ob die Änderungen beim Tabellenschlusslicht schon morgen im so wichtigen Heimspiel gegen den noch in Reichweite liegenden Rheydter SV (Platz 13, sieben Punkte) alle greifen, ist fraglich.

Schließlich war die Zeit für Heydrich und seinen Co-Trainer Walter Verkooyen, um maßgeblichen Einfluss zu nehmen, doch sehr kurz bemessen. Intensiv waren die Trainingseinheiten in dieser Woche aber trotzdem. "Wir haben mit mehr als 20 Spielern trainiert. Da fällt es schwer, Jungs auf die Bank zu setzen oder erst gar nicht für den Kader zu nominieren, die ebenfalls gut und hart gearbeitet haben", schildert der neue Fichte-Trainer seine Überlegungen. Es wird also auch darauf hinauslaufen, dass die Aufteilung des spielenden Personals auf alle drei Seniorenteams kurzfristig geändert wird. "Ich lassen mir heute nicht entlocken, wer am Sonntag auf dem Platz gegen Rheydt stehen wird", meinte Heydrich vor dem gestrigen Abschlusstraining. "Das werde ich erst am Sonntagvormittag entscheiden, da jeder Eindruck bis dahin wichtig ist. Aber eins steht fest: Wer sich hier nicht mit letzter Konsequenz den Hintern aufreißt, den brauchen wir auch nicht." Hauptanliegen der sportlichen Führung ist es, die Verzahnung zwischen Defensive und Angriff wieder zu verbessern. Das kürzlich von Fichte-Chef Gerd Wahle zitierte 4-0-6-System ohne Mittelfeld dürfte am Sonntag nicht mehr erkennbar sein, zumindest dann nicht, wenn die Akteure das in die Tat umsetzen, was Dietmar Heydrich und Walter Verkooyen unter der Woche vornehmlich trainieren ließen. Fehlen werden gegen Rheydt morgen in Gestalt von Benjamin Dolle, Astrit Krasniqi, Ziya Akcay und Marc-André Debernitz vier verletzte Spieler, während Florian Ortstadt wegen einer Roten Karte weiterhin gesperrt ist.

(RP)
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