Fichte Lintfort spielt in der Landesliga 0:0

Fußball-Landesliga : Fichte Lintfort sucht nach dem Selbstvertrauen

Zu viele leichte Fehler sahen die Zuschauer beim mageren 0:0 in der Landesliga gegen die SG Holzheim.

Bis zum Schlusspfiff hatten am Sonntagnachmittag viele der knapp 150 Zuschauer an der Franzstraße noch auf den Lucky Punch gehofft. Es wäre wahrhaftig ein Glückstreffer gewesen, wie es in der freien sportlichen Übersetzung aus dem Englischen ja auch heißt. Doch dazu hätte es wohl einen kapitalen Fehler des Kontrahenten gebraucht. Und vermutlich wäre selbst dann kein Tor gelungen. Fichte Lintfort und die SG Holzheim trennten sich nach 90 spielerisch eher dürftigen Landesliga-Minuten mit einem trüben 0:0.

„Vielleicht hat nach dem 1:5 in Sonsbeck auch ein wenig die Unsicherheit bei uns mitgespielt. Ich habe zu viele Fehler im Aufbau, aber auch bei den Zuspielen in die freien Räume gesehen“, erklärte Cheftrainer Sven Schützek, „grundsätzlich müssen wir wieder mit mehr Selbstvertrauen auftreten. Der Punkt ist okay. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Das fasste recht gut das zusammen, was die Roten gegen lauf- und einsatzfreudige, aber spielerisch arg limitierte Holzheimer so ablieferten. Vor der Pause waren die Lintforter mit dem 0:0 sogar noch gut bedient. Eine dicke Chance von Nikola Serra, der eine Ecke von Robin von Radecke freistehend am hinteren Gäste-Pfosten nicht verwerten konnte, wog die guten Möglichkeiten der HSG nicht auf.

Schützek hatte seinen Spielmacher El Houcine Bougjdi nach vorn neben Angriffsbrocken Julian Thiel beordert. Doch auch Bougjdi hatte zu viele Flüchtigkeitsfehler in seinem stets elegant wirkenden Treiben mit und ohne Ball drin, um offensiv entscheidende Akzente setzen zu können.

Die Partie wurde aus Lintforter Sicht erst etwas besser, als Schützek vorn umgestellt hatte. Der schnelle Udo da Silva für Julian Thiel als Linksaußen sowie Sandro Leimbruch für Robin von Radecke im Angriffszentrum sorgten für Offensivschwung. Das eher vom Zufall bestimmte Kick and Rush, der weite, meist unpräzise Ball aus der eigenen Hälfte heraus, blieb trotzdem dominant bei den Lintforter Bemühungen um den Sieg.

Am dichtesten dran am erlösenden 1:0 war noch der erst vor zehn Tagen verpflichtete Sandro Leimbruch. Im Anschluss an die siebte Ecke traf der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler von Rot-Weiß Essen, der im vergangenen Jahr eine Fußballpause eingelegt hatte und deshalb noch Konditionsrückstand aufweist, per Aufsetzer nur den linken Pfosten des Holzheimer Tores. Auf der Gegenseite mutierte Maurice Girke zum Unglückswurm. Der letztjährige SG-Torjäger (23 Treffer in 35 Spielen) hatte gleich vier brauchbare Chancen auf dem Schuh. Die letzte davon frei im Strafraum in der 90. Minute.

Es spielten: Gbur; Lenders, Tenbruck, Özcelik, Rume (46. Kapuscinski), von Radecke (65. Leimbruch), Katendi, Roitzheim, Serra (74. Poschmann), Thiel (53. da Silva), Bougjdi.

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