Fichte hat beim 2:1-Erfolg mehr Müheals erwartet.

Fußball : Ein schmeichelhafter Erfolg für Fichte Lintfort

Fußball-Landesliga: Der erst 18-jährige Udo da Silva Grasbeunder rettete die Schützek-Elf mit einem Doppelpack.

Ein 18-Jähriger rettete Landesligist Fichte Lintfort an einem windigen Fußball-Sonntag an der Franzstraße. Udo da Silva Grasbeunder sorgte mit seinen beiden Treffern für einen glücklichen 2:1 (2:1)-Heimerfolg gegen das abstiegsbedrohte Team des SV Hönnepel-Niedermörmter.

Fichte-Cheftrainer Sven Schützek war auf dem Weg in die Kabine ein wenig verlegen wegen des Schlussapplauses einiger der gut 200 Zuschauer. Vor allem in der zweiten Halbzeit hätten die überlegenen, spielerisch besseren Gäste mindestens einen Punkt verdient gehabt. Torhüter Martin Gbur mit einigen tollen Paraden und auch die Glücksgöttin Fortuna waren aber entscheidende Faktoren auf Seiten der Rothemden.

„Wir haben insgesamt schlecht gespielt, kraftlos und ohne Ideen. Aber wir haben auch schon viele gute Spiele hingelegt und nichts mitgenommen“, bekräftigte Trainer Schützek. Dazu spielte Hönnepel den Gastgebern in die Karten.

Beim 1:0 legte Gäste-Torhüter Patrick Seitz dem einschussbereiten da Silva den Ball per Querschläger mustergültig auf den Schuh. Der A-Jugendangreifer musste von der Strafraumgrenze nur noch einschieben (29. Min).

Beim 2:1 gut drei Minuten vor der Pause ließ Hönnepels Innenverteidiger Marcel Schütze den flinken da Silva davonlaufen. Zwischendrin jubelte Gelb-Schwarz. Can Yilmaz verwertete ein Musterzuspiel von Peter Mayr freistehend vor Keeper Martin Gbur.

Nach dem Wechsel wurde der Neuner der Gäste aber zum Chancentod. Yilmaz vergab das dickste Ding des Nachmittags, als er aus zwei Metern Distanz den Ball nicht im leeren Fichte-Tor versenkte. Luca Plums Vorlage landete auf wundersame Weise in Gburs Armen (70.). Plum wiederum hatte Pech, als sein feiner Drehschuss von Stefan Kapuscinski von der Lintforter Torlinie geköpft wurde.

Die drittbeste Landesliga-Abwehr schwamm bedenklich, hielt aber dem Druck des Kontrahenten mit Glück stand. Per Konter war noch ein 3:1 möglich. Die beste Möglichkeit hatte Kapuscinski in der 76. Minute, scheiterte aber an Keeper Seitz.

„Wir sind noch nicht gerettet, die Tabelle gefällt mir jedoch derzeit“, bekräftigte Fichte-Trainer Schützek. Der hatte bei seinen Wechseln in der zweiten Halbzeit Pech. Der Japaner Daichi Yamamoto fiel erneut auf seine eh lädierte Schulter und musste nach nur vier Spielminuten wieder vom Feld genommen werden.

Fichte: Gbur, Kapuscinski, Friede, Öczelik, Celik, S. Rume (59. Muharemi), Brajic, Witte, Serra, Konrad, da Silva Grasbeunder (56. Yamamoto, 63. Mehinovic).

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