Fechtclub Moers: Nils Fabinger und Renee Oymann fahren zur EM

Fechten : Moerser Duo fährt zur Junioren-EM

Fechten: Nils Fabinger und Renee Oymann sind bei der Europameisterschaft im italienischen Foggia dabei.

Wie das vergangene Jahr für den Fechtclub Moers beendet wurde, scheint es mit dem neuen weiterzugehen. So jubelte der FC Moers bereits am Donnerstagabend über die Nominierungen zweier Mitglieder für die Kadetten- und Junioren-Europameisterschaft im italienischen Foggia.

Bei der weiblichen A-Jugend hat Renee Oymann die Qualifikation geschafft, bei den Junioren ist es Nils Fabinger, der von Moers aus die deutschen Farben in Italien vertreten wird. Allerdings ist Nils Fabinger noch A-Jugendlicher. Doch in seiner Altersklasse konnte er sich nicht durchsetzen, verpasste die Qualifikation und trifft nun auf ältere Konkurrenten.

Renee Oymann und Nils Fabinger, die beide als Moerser Sportler des Jahres nominiert waren, mussten bei der Sportgala am Freitag im Enni-Sportpark-Rheinkamp passen. Sie waren mit Merle Ruers, Emily Klockhaus und Simon Polotzek in Rom beim Cadet Circuit. Dort ging es um Plätze auf der deutschen und europäischen Ranglistenplätze der A-Jugendlichen.

Klockhaus, Oymann und Ruers starteten prima unter den beinahe 160 Konkurrentinnen. Alle drei zogen in die K.-o.-Runde ein. Dort mussten sich Emily Klockhaus nach einem 10:15 gegen die Italienerin Maria Carmen Coviello und Renee Oymann nach einer deutlichen Niederlage gegen die Chinesin Ruoqiu Fei geschlagen geben. Oymann wurde 93., Klockhaus kam auf den 69. Platz. Merle Ruers setzte sich gegen die Italienerin Alessia Giardinieri mit 15:13 durch, und blieb im Rennen. In der Runde der letzten 64 Fechterinnen stand nun auch sie Ruoqiu Fei gegenüber und musste sie wie Renee Oymann der Chinesin geschlagen geben. Merle Ruers kam auf den 37. Platz. „Heute waren bei allen drei Fechterinnen gute Ansätze zu sehen. Emily hat eine gute Vorrunde gefochten, konnte daran aber in der K.-o.-Runde nicht anknüpfen. Merle hat hier wieder einen starken Auftritt hingelegt, da ist aber trotzdem noch Luft nach oben“, sagte FCM-Trainer Matthias Block, der ein überwiegend positives Fazit zog. Bei der männlichen Moerser Jugend konnte Simon Polotzek bereits über die bloße Teilnahme in Rom jubeln. Als 145. von mehr als 160 Fechtern war für das junge Talent nach der Vorrunde Schluss.

Anders war es bei Nils Fabinger. Die Vorrunde absolvierte er beinahe fehlerfrei, wurde für die K.-o.-Runde an 18 gesetzt, startete mit einem Freilos und griff so erst in der Runde der besten 128 Fechter wieder aktiv ins Geschehen ein. Dort wartete mit dem Italiener Emanuele Caruso allerdings sofort ein echter Brocken auf den Moerser. Doch Fabinger behielt die Nerven, setze sich mit 15:14 denkbar knapp, aber verdient durch. Ähnlich lief es in der Runde der besten 64 Fechter beim 14:13 gegen den Franzosen Theophane Payelle. Unter den besten 32 Fechtern traf der Moerser nun auf den US-Amerikaner Edriss Ndiaye, der schließlich den Kräfteverschleiß des Moersers für sich nutzen konnte. Nils Fabinger wurde am Ende 21. und war damit hinter Arwen Borowiak aus Tauberbischofsheim, dem derzeit besten deutschen Fechter in der Klasse, zweitbester Deutscher. Borowiak wurde Neunter.

„Auch wenn es mich natürlich erst einmal freut, dass Nils es zur Junioren-EM geschafft hat, macht es mich ein wenig traurig, dass er in seiner eigentlichen Altersklasse die Qualifikation nicht erreichen konnte. Dass er zu den besten deutschen A-Jugendlichen gehört hat er ja heute wieder gezeigt“, so Trainer Matthias Block nach dem Turnier.

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