Leichtathletik: Familie Ritte räumt bei DM groß ab

Leichtathletik : Familie Ritte räumt bei DM groß ab

Bei den nationalen Titelkämpfen der Senioren-Leichtathleten in Erfurt sicher-ten sich Wolfgang und Thomas Ritte je drei Titel, einen gewann auch Ute Ritte.

Für die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften, die in Erfurt ausgetragen wurden, hatten sich 1387 Athleten aus 680 Vereinen qualifiziert. Einmal mehr bot die Moerser Familie Ritte, die für Bayer Uerdingen an den Start geht, dabei überragende Leistungen und machte sich mit sieben Meistertiteln auf den Heimweg.

Wolfgang Ritte hatte in der Altersklasse M 60 für neun Disziplinen eine Startberechtigung, entschied sich jedoch, nur vier davon wahrzunehmen. In seiner Spezialdisziplin, dem Stabhochsprung, gewann er souverän mit übersprungenen 4, 11 Metern vor Rolf Nucklies aus Wiesbaden (3,60 Meter). Im Weitsprung reichte Wolfgang Ritte ein gültiger Versuch mit 5,28 Metern, um sich seine zweite Meisterschaft zu sichern. Hier verwies er Georg Ortloff aus Fürth (4,96 Meter) auf den zweiten Rang. Sehr dominant war dann die Vorstellung über 110-Meter-Hürden.

Ritte überquerte die Ziellinie nach 15,54 Sekunden und hatte dabei fast zwei Sekunden Vorsprung, denn der Berliner Klaus-Peter Neuendorf kam nach 17,30 Sekunden als Zweitplatzierter ins Ziel. Am letzten Tag der Titelkämpfe ging der Moerser noch über 200 Meter an den Start. Eingangs der Zielgerade lag er noch gleichauf mit dem späteren Sieger Rudolf König, musste dann wegen muskulärer Probleme Tempo herausnehmen und landete in 26,85 Sekunden auf Rang fünf.

Den Erfolgen seines Vaters wollte Thomas Ritte (M 35) nicht nachstehen. Seinen ersten Titel gewann er ebenfalls im Stabhochsprung. Ohne Fehlversuch übersprang er selbst die Siegeshöhe von 4,65 Metern und verwies Hubert Kaltenegger aus Ulm, der 4,10 Meter übersprang, auf Rang zwei. Weitaus spannender gestaltete sich der Weitsprung, bei dem Thomas Ritte bis zum fünften Versuch auf Rang vier lag. Dann schaffte er jedoch noch 6,36 Meter und gewann vor Jan Dreier aus Flensburg, der auf 6,11 Meter kam. Seinen dritten Titel holte sich Ritte über 110-Meter-Hürden. Dabei profitierte er von einem fulminanten Start und rettete sich mit 15,86 Sekunden ins Ziel, knapp vor Gerko Siemer, der 15,94 Sekunden benötigte.

Die Erfolgsgeschichte der Familie rundete Ute Ritte ab. Trotz einer Rückenverletzung übersprang die 62-Jährige im Stabhochsprung 2,50 Meter und gewann den Wettbewerb. Im Weitsprung freute sie sich mit 3,95 Metern über Rang zwei hinter Ulrike Hiltscher aus Neiße, die auf 4,11 Meter kam.

(ut)