Lokalsport: Familie Ritte gewinnt zehn Medaillen

Lokalsport : Familie Ritte gewinnt zehn Medaillen

Wolfgang Ritte sichert sich bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren in Erfurt zwei Titel. Ute Ritte sammelt vier Medaillen und siegt dabei im Stabhochsprung. In dieser Disziplin holen auch Christina und Thomas Ritte Gold.

Die Moerser Leichtathletik-Familie Ritte ging in Erfurt bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren wieder mit großem Erfolg auf Medaillenjagd. Insgesamt gab es zehnmal Edelmetall. Wolfgang Ritte (M 65) siegte im Stabhochsprung mit 3,80 Metern und war damit klar besser als Manfred Nink (Eintracht Wiesbaden) und Heinz Baseda (SV Harburg) auf den Plätzen zwei und drei, die jeweils 2,60 Meter überquerten. Wolfgang Ritte scheiterte erst beim Versuch, seinen vor wenigen Wochen in Potsdam aufgestellten Weltrekord auf 3,96 Meter zu verbessern.

Auch Ute Ritte (W 65) und Christina Ritte (W 35) dominierten im Stabhochsprung. Während Christina Ritte sich mit 3,10 Meter, die sie auf Anhieb meisterte, gegen Bianka Herrmann (2,80) aus Sachsen und Anne Reuschenbach (2,70) aus Bad Soden überlegen durchsetzte, siegte Ute Ritte mit 2,50 Meter vor Grania Leaping (2,30) vom Alsfelder Sportclub. Trotzdem fiel der Jubel der Meisterin eher verhalten aus, weil sie nur denkbar knapp daran gescheitert war, ihren eigenen Europarekord um fünf Zentimeter auf 2,60 Meter zu verbessern.

Auch Dr. Thomas Ritte (M 35) trumpfte im Stabhochsprung auf. Zwar konnte Matti Herrmann aus Frankenberg seine Jahresbestleistung von 4,40 Meter einstellen, doch das reichte nur zur Silber. Der Titel ging an Thomas Ritte, der die Höhe von 4,65 Meter deutlich übersprang. Vierter in diesem Wettkampf wurde Timo Ritte mit 3,30 Meter.

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Thomas Ritte war neben seiner Mutter Ute der größte Medaillensammler der Familie. Ihm gelang es, sich bei dieser Meisterschaft einen kompletten Medaillensatz zu sichern. So konnte er neben der Goldmedaille im Stabhochsprung über 60 Meter Hürden Silber gewinnen. Mit seiner Zeit von 8,88 Sekunden musste er sich diesmal Matti Herrmann (8,53) geschlagen geben. Im Weitsprung blieb Thomas Ritte mit 6,18 Meter klar unter seinen Möglichkeiten, da er regelmäßig den Absprungbalken verfehlte. Trotzdem reichte es knapp zur Bronzemedaille.

Der Weitsprung war für alle Teilnehmer ein besonderer Wettkampf. Denn die mehrfache Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Heike Drechsler sorgte in dieser Disziplin als Kampfrichterin für eine hervorragend abgezogene Grube. Natürlich nutzten die Athleten nach Ende des Wettkampfes die Gelegenheit, um ein wenig mit der prominenten Sportlerin fachzusimpeln.

Noch eine Medaille mehr als ihr Sohn konnte Ute Ritte von den Meisterschaften in Thüringen mit nach Moers bringen. Im 60-Meter-Sprint wurde die 65-Jährige lediglich von Geraldine Otto vom ABC Ludwigshafen geschlagen, die in 9,96 Sekunden eine Zehntelsekunde schneller war. Eine weitere Silbermedaille gab es für Ute Ritte im Weitsprung. Mit 3,67 Meter blieb sie lediglich sechs Zentimeter hinter Christina Friedrich von der LG Neiße. Im Hochsprung kam Ute Ritte nicht an ihre Jahresbestleistung heran, konnte sich aber trotzdem hinter Renate Richter und Grania Leaping mit 1,11 Metern die Bronzemedaille sichern.

Eher als Außenseiter ging Wolfgang Ritte bei den Deutschen Meisterschaften in das Finale über 60 Meter Hürden. Als klarer Favorit galt hier Titelverteidiger Klemens Grißmer (TSG Oberursel). Der Moerser erwischte einen ausgezeichneten Start, lag schon an der ersten Hürde in Führung. Seinen Vorsprung konnte der 65-Jährige sogar bis zum Ziel ausbauen, so dass er schließlich mit 9,77 Sekunden überlegen gewann.

(RP)
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