Lokalsport: Erst ausgemustert, dann gesetzt: Max Werner holt Bronze mit U 21

Lokalsport : Erst ausgemustert, dann gesetzt: Max Werner holt Bronze mit U 21

Nach dem Vorbereitungsturnier wurde der gebürtige Moerser zunächst nicht mehr nominiert. Erst kurz vor EM-Start kam der überraschende Anruf.

Anfang August bereitete sich die deutsche U21-Hockey-Nationalmannschaft in Moers mit jeweils zwei Spielen gegen Australien und Belgien für die Europameisterschaften im spanischen Valencia vor. Mit dabei war damals mit Max Werner auch ein Moerser, der derzeit für Rot-Weiß Köln spielt. In drei der vier Vorbereitungsspielen war Max Werner einer der stärksten deutschen Spieler.

Doch nach der Vorbereitung hatte Bundestrainer Valentin Altenburg den Moerser, der in diesem Jahr nicht verletzungsfrei geblieben war und sich im Aufbautraining befand, zunächst aus dem deutschen Kader aussortiert, der bei der WM-Endrunde spielen sollte. Doch wenige Tage vor dem Turnier ereilte Max Werner dann doch noch der Anruf des Bundestrainers, der ihn nachnominierte. Und Max Werner wurde dann sogar in sämtlichen Spielen eingesetzt und gewann am Ende mit dem deutschen Nationalteam die Bronzemedaille.

In der Vorrunde gab es für das deutsche Team gleich drei Siege. Überzeugend zogen sie nach einem 4:2-Erfolg über Irland, dem knappen 2:1-Sieg über Belgien und einem auch in der Höhe nie gefährdeten 4:0 über Österreich als souveräner Gruppenerster in das Halbfinale ein. Dort verlor das Altenburg-Team dann aber recht unglücklich mit 1:2 gegen die Niederlande und verpasste so nur knapp den Einzug ins Finale. Das Spiel um Platz drei gegen Spanien fiel anschließend aus, weil die Spanier nach einer Virus-Infektion in ihrem Teamhotel nicht antreten konnten. Wie verlautet, hatte die Gesundheitsbehörde den Einsatz der Mannschaft untersagt. Mehrere Spieler der Gastgeber waren mit Verdacht auf Noro-Virus-Infektion im Krankenhaus in Quarantäne untergebracht worden. Tatsächlich konnten die Gastgeber in ihrem eigenen Land nicht mehr in den Wettbewerb eingreifen. So kam das deutsche Team am Ende kampflos zur Bronzemedaille.

(RP)