Hockey: Entspannung ist ein Fremdwort

Hockey: Entspannung ist ein Fremdwort

Die Weß-Brüder Timo und Benjamin, Hockey-Asse aus Moers, kommen nicht zur Ruhe. Nach der Schlappe in der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft stehen als nächstes die europäischen Titelkämpfe auf dem Plan.

Überaus zeitintensiv ist das größte "Hobby" der beiden Moerser Brüder Benjamin und Timo Weß. Kaum ist die Bundesliga-Saison im Feldhockey beendet, wartet schon wieder die Nationalmannschaft mit einem Trainingslager, einem Turnier und der intensiven Vorbereitung auf die Europameisterschaft Ende August in Manchester. Vor einigen Tagen sind die beiden Grafenstädter nach Mannheim gefahren, wo sie sich im Kreis der Teamkameraden auf die bevorstehenden Ereignisse einschwören. Bundestrainer Markus Weise nominierte die beiden Neu-Kölner für zwei Länderspiele gegen die Niederlande. "Viel Zeit zum Entspannen bleibt irgendwie nie", erklärte Teamkapitän Timo Weß lächelnd vor der Abreise nach Mannheim.

Gute Erinnerungen an Krefeld

Zwischenzeitlich haben die Weß-Brüder die kürzlich erlittene Schlappe im Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft mit ihrem bisherigen Verein Crefelder HTC gegen den Uhlenhorster HC (3:4 im Halbfinale nach 3:1-Führung) "verdaut". Benjamin dazu: "Wir haben an diesem Tag einfach nur eine schlechte Mannschaftsleistung abgeliefert — und das nach einer ansonsten so glänzenden Saison." Dennoch werden sich die Beiden gern an ihre Krefelder Zeit erinnern, denn hier gab's den Meistertitel im Vorjahr, den Europapokalsieg in diesem Jahr sowie auf internationalem Parkett weitere glänzende Erfolge, wie den Titelgewinn bei der WM im Vorjahr in Mönchengladbach, zu feiern.

Der Blick richtet sich aber nun nach vorn. Timo: "Wir freuen uns auf die neue Saison mit Rot-Weiß Köln. Weil wir auch beide in Köln studieren, sparen wir demnächst viel Zeit." Benjamin und sein älterer Bruder sind BWL-Studenten in der Domstadt und wohnen auch dort. Neben dem Brüderpaar aus Moers wechseln auch die Brüder Philipp und Christopher Zeller vom HC Bloemendaal (Niederlande) zu Rot-Weiß Köln. Dieses Quartett wird ergänzt durch einen weiteren Nationalspieler, nämlich Tibor Weißenborn (kommt ebenfalls aus Bloemendaal). Man hat Großes vor in der Domstadt am Rhein. Als Aufsteiger dürfte das Team in der neuen Saison gleich zu den Favoriten auf den nationalen Meistertitel zählen.

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Doch zuvor wollen die Moerser Hockey-Asse auf der "Insel" Edelmetall holen — natürlich nur, sofern der Bundestrainer sie nominiert. Kapitän Timo Weß ist allerdings gesetzt, und für Benjamin Weß stehen die Chancen sehr gut. "Der Bundestrainer sprach kürzlich von einer Chance für Benny um die 90 Prozent oder sogar noch mehr", weiß Timo. Heute soll die endgültige Entscheidung fallen, ob es in Manchester ein Brüderpaar Weß im Bundesadler-Trikot geben wird.

Masters-Turnier in Hamburg

Am Mittwoch reist die Nationalmannschaft nach Hamburg zum traditionellen Masters-Turnier mit Spanien, Belgien und England. Am Donnerstag trifft das Weise-Team um 18.45 Uhr auf Belgien. Das Finale ist für Sonntag angesetzt.

(RP)
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