Ein Sieg für Fichte ist überlebenswichtig

Fußball in Kamp-Lintfort : Ein Sieg für Fichte ist überlebenswichtig

Nach vier Pleiten in Serie braucht das abstiegsbedrohte Team in der Landesliga gegen Überruhr einen Sieg.

Vier Spiele bleiben Fußball-Landesligist TuS Fichte Lintfort (14. Platz, 38:50 Tore, 34 Punkte) noch, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Aktuell liegt das Team drei Punkte vor dem Relegationsplatz – trotz vier Niederlagen in Folge mit der katastrophalen Torbilanz von 2:16. Noch schlechter steht der nächste Lintforter Gegner da: Blau-Gelb-Überruhr kommt am Sonntag um 15.15 Uhr als Tabellenvorletzter mit 26 Zählern und 38:63 Toren an die Franzstraße, kämpft also im Duell der Vorjahres-Aufsteiger um seine letzte Chance.

Immerhin: Zuletzt sendeten die Essener im Gegensatz zu Fichte Lintfort ein „Lebenszeichen“, als sie den GSV Moers etwas überraschend mit 3:1 besiegten. Damit endete für die Blau-Gelben eine Negativserie von zehn sieglosen Spiele in Serie, während der sie nur drei Punkte sammeln konnten.

Fichte-Coach Sven Schützek kommt dieser Coup des Gegners gerade recht: „Das ist doch gut, denn jetzt glaubt Überruhr wieder an seine Chance und hat etwas zu verlieren. Genau so war es im Hinspiel.“ Tatsächlich hatten die Essener damals auch den GSV mit 2:0 am Solimare geschlagen, um dann mit 1:3 gegen Lintfort zu verlieren.

Den aktuellen Negativlauf seiner Truppe um Kapitän Leslie Rume hat Schützek zur Kenntnis genommen, will diesen aber nicht überbewerten: „Die Jungs wollen es schaffen, sie laufen und kämpfen. Auch Torchancen spielen sie sich genügend heraus. Das sind Dinge, die mir Hoffnung geben.“ Entscheidendes Manko sei zuletzt die Verwertung hochkarätiger Möglichkeiten gewesen. „Irgendwann kippt das auch wieder in die andere Richtung. Wir müssen mal in Führung gehen, am liebsten schon am Sonntag“, wünscht sich der Fichte-Trainer gegen Überruhr ein frühes Erfolgserlebnis.

Auch dem Blick auf die Tabelle kann er Positives abgewinnen: „Es bleiben vier Spiele, und wir haben drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Da fallen mir vier Mannschaften ein, die mit uns gerne tauschen würden.“

Dazu käme, dass man die Rettung selbst in der Hand habe: „Es ist doch super, dass wir nicht auf die anderen Ergebnisse schauen müssen. Für uns geht es darum, am Sonntag zu gewinnen und unseren Vorsprung mindestens zu halten. Und das können wir auch schaffen, denn die Jungs haben das Ziel vor Augen und sind im Lauf der Woche noch enger zusammengerückt.“

Jetzt komme es schlicht darauf an, mit dem ungewohnten Druck im Abstiegskampf richtig umzugehen. „Das erleben wir hier gemeinsam zum ersten Mal, und wir dürfen deswegen nicht verkrampfen“, mahnt Trainer Schützek vor dem Sonntagsduell.

Jetzt bloß nicht nervös werden: Fichte-Trainer Sven Schützek. Foto: Herold

Am Kader der Lintforter ändert sich wenig. Immerhin steht Dennis Schmitz nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung. Weiter zusehen müssen die Langzeitverletzten Florian Ortstadt und Marvin Ehis, die beide im Hinspiel getroffen haben – Ortstadt sogar doppelt.

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