Lokalsport: Ein A-Liga-Zweikampf zeichnet sich ab

Lokalsport : Ein A-Liga-Zweikampf zeichnet sich ab

Fußball: FC Meerfeld und TuS Xanten sind die heißen Favoriten auf den Aufstieg. Mit einer ganz starken Hinserie haben beide Klubs die weiteren Verfolger mittlerweile distanziert. Die Xantener haben sich gleich doppelt verstärkt.

Nach der Hinrunde zeichnet sich in der Fußball-Kreisliga A ein Zweikampf ab. So werden der Herbstmeister FC Meerfeld und Verfolger TuS Xanten den nur noch einen Aufstiegsplatz, in der Rückrunde wohl unter sich ausmachen. Mit einer ganz starken Hinserie haben beide Klubs die weiteren Verfolger mittlerweile distanziert. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga übernahm im Sommer Stefan Kuban als Trainer den FC Meerfeld. Die Mannschaft aus der Vor-Saison wurde hingegen zum überwiegenden Teil zusammen gehalten.

Die Kombination aus der vorjährigen Bezirksliga-Mannschaft und dem A-Liga-erfahrenen Trainer erwies sich als Erfolgsmodell. Der FCM startete fulminant mit einem 10:0-Kantersieg gegen Mitabsteiger GSV Moers II. Vom Saisonauftakt weg gelangen eindrucksvolle sieben Siege in Serie. Insgesamt gewannen die Meerfelder 15 von 17 Spielen.

Nur Xanten und der VfL Rheinhausen konnten gegen Meerfeld punkten. "Zufriedener könnten wir nicht sein. Wir haben eine Riesen-Hinrunde gespielt", spart Trainer Stefan Kuban verständlicherweise nicht mit Lob. Und dabei könnte der FCM in der zweiten Saisonhälfte noch stärker werden. "Wir hatten in der Hinrunde häufig mit personellen Problemen zu kämpfen. Jetzt können wir wieder fast aus dem Vollen schöpfen", sagt Kuban. Nur Marvin Ascoua ist noch verletzt und Daniel Schmidt hat noch eine längere Sperre abzusitzen. Transfers sind daher auch keine geplant.

Auch beim Blick in die Zukunft sind die Meerfelder bescheiden. "Wir wissen, es wird schwierig die Bilanz aus der Hinrunde zu bestätigen", erklärt Kuban und meint in Bezug auf die Zielsetzung beim FCM: "Wir wollen versuchen, so lange wie möglich da oben zu bleiben. Zu sagen, wir wollen dieselbe Punktzahl holen, wäre utopisch. Aber wir sagen natürlich auch nicht, wir wollen Zweiter werden."Eine richtig gute Serie hat auch Xanten gespielt. Nach der 1:4-Niederlage beim MSV Moers zum Auftakt folgten abgesehen von nur einer Niederlage und einem weiteren Remis nur noch Siege. Darunter war auch der klare 4:0-Erfolg gegen Meerfeld. "Die Bilanz ist in Ordnung. Wir können mit der Punktzahl eigentlich zufrieden sein", sagt Trainer Gerd Wirtz.

Dennoch steht aktuell Platz zwei mit drei Punkten Rückstand auf Meerfeld zu Buche. Wirtz gibt zu: "Das Traurige ist nur, dass diese Hinrunde nicht reicht, um Tabellenführer zu sein. Und traurig ist, dass, anders als in anderen Kreisen, von den 18 Mannschaften nur eine aufsteigt."

Um am Ende der strahlende Erste zu sein, haben sich die Xantener gleich doppelt verstärkt. Mit Baris Akbay kommt ein Hochkaräter von Landesligist SV Straelen. Zudem kommt Torwart David Parke vom SV Budberg II. Nur Benedikt Dreher steht wegen eines Auslandssemesters nicht zur Verfügung. Mit diesem Personal möchte der TuS den FC Meerfeld noch abfangen. "Wir werden versuchen, noch eine bessere Rückrunde zu spielen, noch ein paar Punkte mehr zu holen und dann müsste es eigentlich reichen", so Gerd Wirtz, der bei der Zielsetzung klare Worte wählt: "Vor der Saison haben wir gesagt, wir wollen besser sein als der vierte Platz in der vergangenen Spielzeit. Das haben wir in der Hinrunde geschafft. Jetzt geht es klipp und klar um den Aufstieg. Das habe ich der Mannschaft auch so gesagt."

Nahezu keine Aufstiegschancen mehr haben die drei Verfolger VfL Rheinhausen, MSV Moers und VfB Homberg II. Die Rheinhauser schwächelten nach gutem Start gegen Mitte der Hinrunde. Zwischen dem siebten und dem 13. Spieltag gelangen dem VfL nur zwei Siege in sieben Spielen. Der MSV etablierte sich unter Neu-Trainer Tim Wilke in der Spitzengruppe, konnte aber vor allem in der Schlussphase der Hinserie nicht mehr mit dem Spitzenduo Schritt halten. Und Bezirksliga-Absteiger VfB Homberg II hatte nach durchwachsenem Saisonbeginn früh kaum mehr realistische Aussichten auf Platz eins.

Dennoch sind die Homberger nach Meerfeld der zweitbeste der fünf Absteiger aus der Bezirksliga. Preußen Vluyn gelang es mit einem Zwischenspurt immerhin, sich nach schwachem Start im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen. Die beiden anderen letztjährigen Bezirksligisten stecken hingegen im Abstiegskampf. Borussia liegt auf Platz 14 nur ganz knapp über dem berühmten Strich, der den Beginn der Abstiegsplätze markiert. Und der GSV Moers II ist gar das Schlusslicht des Tableaus. Zwei der 14 Niederlagen fielen für die Grafschafter sogar zweistellig aus.Mit Fichte Lintfort II und dem SV Budberg II stehen auch auf dem vor- und drittletzten Tabellenplatz Zweitvertretungen. Fichte II ist damit zudem der schwächste der drei Aufsteiger.

Nach ordentlichem Start holten die Lintforter nur noch einen Punkt aus den letzten neun Spielen.Doch auch Mitaufsteiger TB Rheinhausen muss auf Platz 15 der Tabelle kämpfen, um nicht im ersten Jahr gleich wieder abzusteigen. Mehr als respektabel schlägt sich dagegen der dritte, letztjährige B-Ligist. Die Mannschaft von Trainer Frank Schubert hielt sich fast durchgehend in der oberen Tabellenhälfte und überwintert auf Rang neun.

(RP)